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Schlag gegen falsche Polizisten: Zwei mutmaßliche Schockanrufer aus Offenbach festgenommen

Zwei mutmaßliche Schockanrufer aus Offenbach wurden in Rumänien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Alle Infos und wichtige Schutzregeln für euch.

Redaktion
·
7. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Wochen

Endlich! Zwei mutmaßliche Schockanrufer hinter Gittern

Gute Nachrichten für alle, die sich um ihre älteren Angehörigen sorgen: Die Ermittler haben zugeschlagen! Zwei mutmaßliche Schockanrufer aus Offenbach wurden in Rumänien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Das haben die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Polizeipräsidium Frankfurt am Freitag mitgeteilt – und das ist ein echter Erfolg für die Region!

Dass Betrüger ältere Menschen gezielt ins Visier nehmen, ist leider kein neues Thema. Bereits in einem früheren Beitrag haben wir euch gewarnt: In Frankfurt-Fechenheim und Eckenheim hatten falsche Handwerker und Trickbetrüger hohe Geldbeträge von Senioren erbeutet. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung – und die zeigt: Die Behörden sind dran!

Wer sind die Festgenommenen?

Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 39-jährigen Mann und eine gleichaltrige Frau. Beide sollen Teil einer international agierenden Betrügergruppe sein, die sich auf sogenannte Schockanrufe spezialisiert hat. Gegen sie besteht der Verdacht des versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Die beiden wurden in Bukarest festgenommen und am Donnerstag nach Deutschland gebracht. Jetzt wird in Hanau über ihre Untersuchungshaft entschieden.

So lief die Masche ab

Der 39-jährige Mann soll im Februar aus Spanien heraus potenzielle Opfer in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Bayern angerufen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm 14 Betrugsversuche vor. Seine Methode: Er gab sich als Polizist aus und behauptete, ein naher Angehöriger habe einen Verkehrsunfall verursacht. Eine drohende Untersuchungshaft könne angeblich nur durch eine Kaution verhindert werden.

In mehreren Fällen soll er mit weiteren Betrügern zusammengearbeitet haben, die sich als Angehörige der Opfer ausgaben – um die Geschichte noch glaubwürdiger klingen zu lassen. Die Ermittler bezeichnen seine Rolle als die eines sogenannten „Keilers“: jemand, der den ersten Kontakt herstellt, eine Notsituation vortäuscht und die Opfer zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen drängt.

Neben den beiden 39-Jährigen wird auch gegen einen 33-jährigen Mann aus Hanau ermittelt. Er sitzt bereits seit dem 10. Mai in Untersuchungshaft. In vier Fällen soll er gemeinsam mit dem nun festgenommenen 39-Jährigen gehandelt haben.

Die gute Nachricht: Kein Opfer zahlte Geld

In allen 14 Fällen blieben die Betrüger erfolglos! Teilweise beendeten sie die Anrufe selbst, nachdem sie merkten, dass bei den Opfern nichts zu holen war. In den übrigen Fällen durchschauten die Angerufenen den Betrugsversuch. Ein starkes Zeichen – aber die Gefahr bleibt real.

So schützt ihr euch und eure Liebsten

Betrüger werden immer dreister – deshalb ist es wichtig, dass ihr eure Familie und Freunde warnt. Hier sind die wichtigsten Schutzregeln, die auch die Polizei empfiehlt:

  • Legt auf, wenn euch die Situation verdächtig vorkommt oder ihr unter Druck gesetzt werdet.
  • Ruft Angehörige selbst zurück – unter einer euch bekannten Nummer, nicht unter der des Anrufers.
  • Übergebt niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaften lassen Wertsachen an der Haustür abholen.
  • Gebt keine Infos zu euren Finanzen, Kontodaten, PINs oder Passwörtern am Telefon preis.
  • Gibt sich jemand als Polizist aus: Gespräch beenden und selbst die 110 wählen. Die echte Polizei ruft nicht unter der Notrufnummer 110 an.
  • Lasst euch nicht zu schnellen Entscheidungen drängen – sprecht mit Vertrauenspersonen.
  • Meldet auch versuchte Betrugsfälle bei der Polizei – das hilft, weitere Taten zu verhindern.

Der Sound der Weltstadt ist auch der Sound von Zusammenhalt und Aufmerksamkeit. Sprecht mit euren Eltern, Großeltern und Nachbarn über diese Maschen – denn Aufklärung ist der beste Schutz. Bleibt wachsam, Frankfurt!

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