
Die Samizdat-Ausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt läuft bis Januar 2027 – jetzt mit Sonderevent am 17. November. Alle neuen Infos für euren Besuch!
Die Ausstellung „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989″ im Museum für Kommunikation Frankfurt läuft auf Hochtouren – und es gibt frische Einblicke, warum sich ein Besuch jetzt mehr denn je lohnt. In einem früheren Beitrag haben wir euch bereits vorgestellt, wie die Ausstellung das Thema unterirdisch verbreiteter Literatur unter kommunistischer Unterdrückung beleuchtet. Jetzt gibt es mehr zu entdecken – und einen besonderen Termin, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet!
„Samizdat“ ist Teil eines größeren Rahmenprogramms: Mit insgesamt zehn Ausstellungen rund um das diesjährige Themenland der Frankfurter Buchmesse ist das Schwerpunktland in Frankfurt und Umgebung bestens vertreten. Den Auftakt macht dabei genau diese Schau im ersten Stock des Museums für Kommunikation – und sie setzt die Messlatte hoch.
Das Konzept ist dabei clever und einladend gestaltet: Kurze zweisprachige Texte auf Deutsch und Englisch, starke Bilder und interaktive Elemente machen das Thema zugänglich, ohne es zu vereinfachen. Gleich am Eingang empfängt euch eine Übersicht, die zeigt: Zensur ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Von China über Russland und Kuba bis hin zu den USA, wo kritische Werke aus Büchereien und Schulen verbannt werden – staatliche Unterdrückung von Literatur ist erschreckend aktuell.
Der Begriff „Samizdat“ bedeutet übersetzt „Selbstverlag“ – und genau das steckt hinter dem Widerstand: Mit einfachen Schreibmaschinen wurden Bücher, Zeitschriften und politische Erklärungen abgetippt und im Freundeskreis weitergegeben, um staatliche Kontrolle zu umgehen. Eine Consul-Schreibmaschine von 1977 – die eng mit der Entstehung der Charta 77 verknüpft ist – ist im Glaskasten zu bestaunen. Noch besser: Ein weiteres Exemplar dürft ihr selbst ausprobieren!
Auch Exkurse in andere Ostblockländer wie die DDR und den Widerstand unter dem Schutz der Kirche kommen nicht zu kurz. Die Ausstellung zeigt: Widerstand gegen Autokratie durch Literatur war ein gesamteuropäisches Phänomen.
Jetzt wird’s richtig spannend! Am Dienstag, dem 17. November, um 18.30 Uhr ist Michal Klima – Sohn des Autors Ivan Klima – zu Gast im Museum für Kommunikation. Er spricht über die Samtene Revolution und die persönliche Geschichte seiner Familie. Das ist eine Chance, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet!
„Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989″ ist noch bis zum 24. Januar 2027 im Museum für Kommunikation Frankfurt zu sehen. Genug Zeit also, um hinzugehen – und vielleicht sogar ein zweites Mal. Denn diese Ausstellung über Freiheit, Mut und die Kraft des geschriebenen Wortes lässt einen nicht so schnell los. Der Sound der Weltstadt Frankfurt ist eben nicht nur Musik – manchmal ist er auch das Rascheln einer heimlich abgetippten Seite.






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