Studio-Hotline 069–669 669 0

Samizdat im Museum für Kommunikation: Neue Details zur Ausstellung über Literatur und Zensur

Die Samizdat-Ausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt läuft bis Januar 2027 – jetzt mit Sonderevent am 17. November. Alle neuen Infos für euren Besuch!

Redaktion
·
21. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 9 Stunden

Worte als Waffe gegen die Diktatur – die Ausstellung hat noch bis Januar 2027 geöffnet!

Die Ausstellung „Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989″ im Museum für Kommunikation Frankfurt läuft auf Hochtouren – und es gibt frische Einblicke, warum sich ein Besuch jetzt mehr denn je lohnt. In einem früheren Beitrag haben wir euch bereits vorgestellt, wie die Ausstellung das Thema unterirdisch verbreiteter Literatur unter kommunistischer Unterdrückung beleuchtet. Jetzt gibt es mehr zu entdecken – und einen besonderen Termin, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet!

Zehn Ausstellungen rund um die Frankfurter Buchmesse

„Samizdat“ ist Teil eines größeren Rahmenprogramms: Mit insgesamt zehn Ausstellungen rund um das diesjährige Themenland der Frankfurter Buchmesse ist das Schwerpunktland in Frankfurt und Umgebung bestens vertreten. Den Auftakt macht dabei genau diese Schau im ersten Stock des Museums für Kommunikation – und sie setzt die Messlatte hoch.

Das Konzept ist dabei clever und einladend gestaltet: Kurze zweisprachige Texte auf Deutsch und Englisch, starke Bilder und interaktive Elemente machen das Thema zugänglich, ohne es zu vereinfachen. Gleich am Eingang empfängt euch eine Übersicht, die zeigt: Zensur ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Von China über Russland und Kuba bis hin zu den USA, wo kritische Werke aus Büchereien und Schulen verbannt werden – staatliche Unterdrückung von Literatur ist erschreckend aktuell.

Was euch in der Ausstellung erwartet

Der Begriff „Samizdat“ bedeutet übersetzt „Selbstverlag“ – und genau das steckt hinter dem Widerstand: Mit einfachen Schreibmaschinen wurden Bücher, Zeitschriften und politische Erklärungen abgetippt und im Freundeskreis weitergegeben, um staatliche Kontrolle zu umgehen. Eine Consul-Schreibmaschine von 1977 – die eng mit der Entstehung der Charta 77 verknüpft ist – ist im Glaskasten zu bestaunen. Noch besser: Ein weiteres Exemplar dürft ihr selbst ausprobieren!

  • Eine Zeittafel führt euch durch die wichtigsten Daten tschechischer Geschichte – vom Nationalsozialismus über den kommunistischen Umsturz 1948, den Prager Frühling 1968 bis zur Samtenen Revolution 1989.
  • Auf Bildschirmen werden wichtige Literaturvertreter und Aktivisten vorgestellt – hinter Türchen mit Gucklöchern verbergen sich ausgewählte Autoren und ihr Schaffen.
  • Václav Havel, der spätere tschechische Präsident, wird als bedeutender Theaterautor und Verleger prominent auf einer Wand hervorgehoben.
  • Am Beispiel von Ivan Klimas Buch „Der Gnadenrichter“ lässt sich die Reise eines Werkes verfolgen: von der abgetippten Ausgabe über die im Westen produzierte Taschenbuchedition, die zurück ins Land geschmuggelt wurde, bis zur deutschen Übersetzung von 1981.
  • Eine Litfaßsäule mit neu gestalteten Plakaten informiert über Untergrundkonzerte und Wohnungstheater.

Auch Exkurse in andere Ostblockländer wie die DDR und den Widerstand unter dem Schutz der Kirche kommen nicht zu kurz. Die Ausstellung zeigt: Widerstand gegen Autokratie durch Literatur war ein gesamteuropäisches Phänomen.

Besonderer Termin: Gespräch zur Samtenen Revolution

Jetzt wird’s richtig spannend! Am Dienstag, dem 17. November, um 18.30 Uhr ist Michal Klima – Sohn des Autors Ivan Klima – zu Gast im Museum für Kommunikation. Er spricht über die Samtene Revolution und die persönliche Geschichte seiner Familie. Das ist eine Chance, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet!

Bis Januar 2027 – plant euren Besuch!

„Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989″ ist noch bis zum 24. Januar 2027 im Museum für Kommunikation Frankfurt zu sehen. Genug Zeit also, um hinzugehen – und vielleicht sogar ein zweites Mal. Denn diese Ausstellung über Freiheit, Mut und die Kraft des geschriebenen Wortes lässt einen nicht so schnell los. Der Sound der Weltstadt Frankfurt ist eben nicht nur Musik – manchmal ist er auch das Rascheln einer heimlich abgetippten Seite.

Quellen

Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Radio Frankfurt

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.