
Jan Omsels aus Langen wird Segelflugweltmeister in der 20-Meter-Doppelsitzer-Klasse. Wie er mit Teamkollege Leucker triumphierte, liest du hier.
Was für eine Sensation aus der Region! Jan Omsels aus Langen hat gemeinsam mit seinem Teamkollegen Karsten Leucker die Segelflugweltmeisterschaft in der 20-Meter-Doppelsitzer-Klasse gewonnen – und damit die gesamte Main-Region stolz gemacht. Der 41-Jährige lebt seit 2022 mit seiner Familie in Langen und ist heute einer der besten Segelflieger der Welt. Wir sagen: Hut ab, Jan!
Die Geschichte von Jan Omsels ist die eines echten Sportverrückten – im besten Sinne. Bereits 1999, im Alter von 14 Jahren, begann er beim Aero-Club Brüggen an der niederländischen Grenze mit dem Segelfliegen. Eine Jugendgruppe, ein engagierter Fluglehrer namens Thomas Schmidt und ein Stipendium legten den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere.
„Über Berge und Täler zu gleiten und die Welt von oben zu sehen – das ist es, was mich am Segelfliegen so fasziniert“, schwärmt Omsels. Und genau diese Begeisterung hat er nie verloren – auch nicht, als er 2007 die Ausbildung zum Berufspiloten startete und seit 2009 bei Condor angestellt ist. Heute fliegt er als Kapitän den Airbus A330 neo auf der Langstrecke. Dem Segelfliegen ist er dabei immer treu geblieben.
Nach dem Umzug nach Langen fand Omsels im Luftsportclub (LSC) Bad Homburg seine neue fliegerische Heimat im Taunus – und die passt perfekt. Bei der diesjährigen Segelflugweltmeisterschaft im polnischen Częstochowa lief dann alles wie am Schnürchen: Bereits ab dem dritten der insgesamt zehn Wettkampftage lagen Omsels und sein Teamkollege Leucker vom Aero-Club Bad Nauheim auf Platz eins – und verteidigten diese Spitzenposition gegen 15 weitere Nationen bis zum letzten Tag.
Das Prinzip der WM: An jedem Wettkampftag wird eine mehrere hundert Kilometer lange Strecke mit Kontrollpunkten ausgeschrieben. Wer die Route in der kürzesten Zeit absolviert, sammelt die meisten Punkte. Klingt einfach? Ist es ganz und gar nicht!
Was Omsels und Leucker so stark macht, ist ihre perfekte Rollenverteilung. Während einer fliegt, arbeitet der andere zu: Wolken beobachten, die Konkurrenz im Blick behalten, taktisch vorausdenken, mit dem Bodenteam kommunizieren. Alle rund 30 Minuten wird gewechselt. Unterstützt wurden die beiden bei der WM außerdem von einem Meteorologen – Bernd Fischer von TopMeteo.
„Ich kenne wenige Sportarten, in denen man so viele gravierende Entscheidungen trifft, die solch einen großen Einfluss auf das Ergebnis haben“, erklärt Omsels. Thermik lesen, Wetterphasen einschätzen, Landschaftsmerkmale nutzen – Segelfliegen ist eben weit mehr als einfach in der Luft schweben.
Das Flugzeug, eine Arcus T, wird dabei vom Hessischen Luftsportbund gestellt und zu vergünstigten Konditionen bereitgestellt. Der Verband ist Förderer des Projekts – eine echte regionale Unterstützung für einen regionalen Champion!
Der Erfolg aus der Region ist aber noch nicht alles: Auch in der offenen Klasse holte ein Bekannter von Omsels Gold – Filipe Levin, ein ehemaliger Kollege aus seiner Zeit als Sportsoldat, wurde dort Weltmeister. Und das i-Tüpfelchen: Die deutschen Segler sicherten sich zusätzlich den Titel des Teamweltmeisters. Ein riesiger Tag für den deutschen Segelflugsport!
Jan Omsels zeigt, was möglich ist, wenn Leidenschaft, Disziplin und die richtige Unterstützung zusammenkommen. Von Langen in die Weltspitze – das ist der Sound der Weltstadt und ihrer Region! Wir sind stolz auf diesen außergewöhnlichen Sportler aus unserer Nachbarschaft. Glückwunsch, Jan! 🏆






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