
Müll, Graffitis und wilde Ablagerungen: Beim Ortsrundgang in Petterweil machten rund 40 Bürger ihrem Ärger Luft und diskutierten Lösungen für ihr Dorf.
Der Zusammenhalt im Karbener Stadtteil Petterweil ist stark – das hat ein Ortsrundgang am vergangenen Samstag eindrucksvoll bewiesen. Bei hochsommerlichen Temperaturen kamen rund 40 Petterweiler zusammen, um gemeinsam mit Ortsvorsteher Michael Mertens und dem Ortsbeirat durch ihr Dorf zu spazieren. Mit dabei war auch Stadtrat Stephan Theiß (CDU), der im Magistrat für Wirtschaftsförderung und Digitalisierung zuständig ist und selbst in Petterweil wohnt. Gestartet wurde am Friedhof – und dort war schon klar: Die Leute haben einiges zu sagen!
Ganz oben auf der Beschwerde-Liste: der Zustand der Bushaltestellen. Schmutz, Müll und Graffitis machen den Bürgern zu schaffen. Ehemaliger Ortsvorsteher Dennis Vesper (SPD) brachte eine kreative Idee ins Spiel – Folien mit Vereinslogos über den Glasflächen anbringen. Der Vorteil: Bei Verschmutzung lassen sie sich einfach entfernen.
Doch nicht nur an den Haltestellen landet unerlaubter Müll. Auch rund um die Glascontainer häufen sich wilde Ablagerungen. Ortsbeiratsmitglied Christine Heupel (CDU) empfahl hier eine praktische Lösung: die AEM-App der Stadt Karben. Damit können Bürger Mängel wie Straßenschäden oder wilden Müll direkt mit Standort und Foto an die Stadtverwaltung melden – schnell, unkompliziert und direkt aus der Hosentasche.
Weitere Themen beim Rundgang: Der beliebte Leuchtturm-Spielplatz an der Riedmühlstraße zieht viele Besucher von außerhalb an – die Petterweiler wünschen sich dort mehr Mülleimer und eine WC-Anlage. Kritik gab es auch am radikalen Rückschnitt der Bäume am Spielplatz im Sommer. Stadtrat Theiß erklärte dazu, dass Sicherheitsgründe dahintersteckten und überhängende Äste über Grundstücksgrenzen entfernt werden mussten.
Anwohner äußerten zudem Sorgen, der Spielplatz könnte irgendwann bebaut werden. CDU-Vorsitzender Albrecht Gauterin beruhigte: Mit dem sieben Hektar großen Neubaugebiet „Nördlich der Fuchslöcher“ hat Karben bereits das größte Baugebiet der Stadt – rund 150 Wohneinheiten in einer gemischten Bebauung aus Einfamilien-, Doppel- und Geschosswohnungsbau sind dort geplant.
Auf der Wunschliste steht außerdem die Reinigung der sogenannten „Petterweiler Stele“ – ein 1,50 Meter hoher Gedenkobelisk für den demokratischen Politiker Robert Blum. Die Petterweiler errichteten ihn am 9. Juli 1849, womit er zu den ältesten Denkmälern für den Freiheitskämpfer in ganz Deutschland zählt.
Und noch eine besondere Neuigkeit: Petterweil feiert in diesem Jahr sein 1225-jähriges Bestehen – basierend auf der ersten Erwähnung des Ortes im Jahr 801 im Lorscher Codex. Ein echter Grund zum Feiern!
Einig waren sich alle Teilnehmer beim Blick auf zwei gelungene Neubauten: das neue Feuerwehrgerätehaus und die Kita „Farbenfroh“ im Neubaugebiet „Nördlich der Fuchslöcher“. Die Kita wird am 29. August ab 11 Uhr offiziell eingeweiht. Die Feuerwehr feiert ihr neues Domizil am Sonntag, 27. September. Zwei Termine, die ihr euch schon mal vormerken solltet!
Abgerundet wurde der Ortsrundgang mit kühlen Getränken und Grillwürsten im Pfarrgarten der katholischen Kirche St. Bardo. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, was in Petterweil so passiert: Einen Petterweil-Newsletter gibt es unter ortsbeirat@wirinpetterweil.de zum Anmelden.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.