
Die Kerb in Dietesheim rettet die Pfarrheime von St. Sebastian: Wie das Kirchweihfest 2026 über 20.
Feiern, zusammenkommen, anpacken – das ist die Kerb in Dietesheim. Doch das Kirchweihfest der Gemeinde St. Sebastian hat in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung. Denn ohne die Einnahmen aus der alljährlichen Sause wären die beiden beliebten Pfarrheime im Ortsteil schlicht nicht zu halten. Der Sound der Weltstadt trifft hier auf tiefe regionale Verwurzelung – und genau das macht diese Geschichte so besonders.
Die Sparpläne des Bistums Mainz machen auch vor Dietesheim keinen Halt. Im Zuge der Neugründung der Großpfarrei „Heilige Theresa von Ávila“ – die die katholischen Gemeinden aus Obertshausen einschließt – sollten beide im Ortsteil verankerten Pfarrheime ursprünglich vermietet oder sogar verkauft werden. Für die Dietesheimer kam vor allem ein Verkauf nicht infrage. Denn ohne die zentralen Treffpunkte würden auch große Feste wie die Kerb an Bedeutung verlieren. „Das eine kann ohne das andere nicht funktionieren“, bringt es Benjamin Lex, Leiter des Organisationsteams der mehrtägigen Feier im Garten des ehemaligen Schwesternhauses, auf den Punkt.
Schon im vergangenen Jahr stand das Kirchweihfest ganz im Zeichen des Erhalts der Gemeindehäuser. Die Idee: Die Einnahmen aus der Kerb fließen direkt in Miete und Unterhalt beider Pfarrheime. Und der Plan geht auf! Das Pfarrheim an der Hanauer Straße mietet die Gemeinde künftig in Eigenregie an. Die Räumlichkeiten in der Kirchstraße – auch altes Pfarrheim genannt – liegen hingegen in der Verantwortung eines eigens dafür gegründeten Kulturvereins unter Leitung von Vorsitzendem Andreas Eitel. Dieser hatte das Gebäude zuvor für einen symbolischen Euro per Erbpacht erworben.
„Somit konnten wir für beide Standorte eine erstklassige Lösung finden und sicherstellen, dass das Gemeindeleben weiter stattfinden kann“, freut sich Lex. Die jährlichen Gesamtkosten für Miete und Instandhaltung beider Häuser belaufen sich auf mehr als 20.000 Euro – eine Summe, die ohne die traditionsreiche Kerb kaum zu stemmen wäre. „Früher sind die Einnahmen der Kerb mehr oder weniger direkt auf das Kirchenkonto gewandert – jetzt bleiben sie stattdessen in der Gemeinde und fließen fast vollständig in die Unterstützung und den Erhalt unserer Pfarrhäuser hier vor Ort“, erklärt Lex.
Die Kerb startet am Samstag, 15. August, ab 17 Uhr mit dem Umzug des Kerbborsch – dieses Mal getragen von der Showtanzgruppe der Kolpingfamilie. Der Zug startet am Schwesternhaus und führt über Haupt-, Bettina-, Peter-, Neu- und Kirchstraße weiter durch die Josef- in die Bert-Brecht- und Thomas-Mann-Straße, dann über die Hermann-Hesse-Straße am Deich entlang zur Untermaın- und zurück auf die Hauptstraße. Schlusspunkt ist der Kerbplatz am Schwesternhaus. Ab 19 Uhr gibt es dann Bieranstich und Livemusik.
Wer beim Aufbau helfen möchte: Es geht am Donnerstag, 13. August, ab 17 Uhr los. Abgebaut wird am Mittwoch, 19. August, ab 9 Uhr. Helfende Hände sind ausdrücklich willkommen!
Die Dietesheimer Kerb zeigt, wie viel Kraft eine Gemeinschaft entfalten kann, wenn alle an einem Strang ziehen. „Wir sind alle noch ein wenig enger zusammengerückt und freuen uns über jeden, der zur diesjährigen Auflage vorbeikommt, mit uns feiert und so seinen Teil beiträgt“, wirbt Lex. Also: Kommt vorbei, feiert mit und helft dabei, das Gemeindeleben in Dietesheim lebendig zu halten – das ist das beste Programm im Main-Gebiet!






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