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Nach Krösche-Abschied: Hellmann krempelt die Eintracht um

Nach dem emotionalen Krösche-Abschied zieht Axel Hellmann bei Eintracht Frankfurt die Zügel an: neue Transferstrategie und Suche nach dem Nachfolger laufen.

Redaktion
·
21. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Tagen

Neuer Chef, neuer Ton bei der Eintracht

Kaum ist Markus Krösche weg, schon dreht sich bei Eintracht Frankfurt das Rad weiter – und zwar ordentlich schnell! Wir haben euch in einem früheren Beitrag schon erzählt, wie emotional sich Krösche nach fünf Jahren von der SGE verabschiedet hat. Jetzt zieht Axel Hellmann als Vorstandschef die Zügel an – und macht von Tag eins an klar, wohin die Reise geht.

Hellmann übernimmt sofort das Kommando

Wie absolutfussball.com berichtet, hat Axel Hellmann direkt nach seiner Wahl zum neuen und alten Eintracht-Boss vor der kompletten Belegschaft gesprochen – rund 400 Mitarbeitende hat er eingeschworen. Die Botschaft war eindeutig: Wohlfühloasen gibt’s bei der Eintracht nicht mehr! Hellmann fordert Einsatz, Leistungsbereitschaft und Identifikation mit dem Verein – das soll auch für Sportdirektor Timmo Hardung gelten.

Auch die Mannschaft bekam eine erste Ansprache vom neuen starken Mann zu hören. Klar gestellt wurde laut absolutfussball.com: Durch den Weggang von Krösche entsteht kein Vakuum, und für Ausreden ist kein Platz. Präsident Mathias Beck, der mit 99 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde, zog dabei einen Vergleich zur Vereinsgeschichte: So ein Chaos wie beim kompletten Wegfall der Sportlichen Führung im Frühjahr 2021 nach dem Bobic-Abgang soll sich nicht wiederholen.

Das Transfer-Geschäftsmodell wackelt

Richtig spannend wird’s aber beim Blick auf die Zukunft des Vereins. Nach Angaben von kicker.de erklärte Hellmann auf der Mitgliederversammlung offen: Das bisherige Geschäftsmodell der Eintracht funktioniert so nicht mehr. Jahrelang hat der Klub mit Mega-Transfers von Spielern wie Randal Kolo Muani, Hugo Ekitiké, Omar Marmoush oder Willian Pacho ordentlich Kasse gemacht und sich dadurch strukturell weiterentwickelt. Doch dieser Sommer hat gezeigt: Die goldenen Zeiten der Mondpreise sind erstmal vorbei.

Die Gründe laut kicker.de: Die Premier-League-Klubs haben sich darauf verständigt, stärker innerhalb der eigenen Liga zu investieren, und der einst so lukrative Markt in Saudi-Arabien hat durch die kriegerischen Konflikte an Attraktivität verloren. Hellmann selbst sagt dazu: Die Eintracht sei „beileibe nicht die Einzigen“, die diese Erfahrung im Transfersommer gemacht hätten. Seine Konsequenz: Die wirtschaftliche Abhängigkeit von Transfererlösen soll „systemisch reduziert“ werden – stattdessen soll der Fokus stärker auf die Rhein-Main-Region, Partner und das eigene Umfeld gelegt werden.

Mehr Fokus auf deutschen Markt und eigenes Nachwuchsleistungszentrum

Präsident Mathias Beck ergänzte laut kicker.de, dass die Preise für junge Talente „brutal gestiegen“ seien, während es gleichzeitig weniger Abnehmer am Markt gebe. Als Beispiel wird Noel Aseko genannt, der für zwölf Millionen Euro zum FC Bayern wechselte, obwohl er zuvor nur in der 2. Liga für Hannover spielte. Die Konsequenz für die Eintracht: mehr Fokus auf den deutschen Markt und das eigene Nachwuchsleistungszentrum, auch wenn man laut Beck weiterhin internationale Top-Talente nach Frankfurt holen wolle.

Wer wird neuer Sportvorstand?

Die große Frage bleibt natürlich: Wer übernimmt langfristig den Posten von Markus Krösche? Laut absolutfussball.com gilt Ex-Eintracht-Profi Christoph Spycher, aktuell bei den Young Boys Bern aktiv, weiterhin als Top-Kandidat. Auch Joti Chatzialexiou, gebürtiger Frankfurter und derzeit in Nürnberg erfolgreich tätig, wird gehandelt. Raus aus dem Rennen ist dagegen Benjamin Weber vom FC Augsburg. Nach Informationen von kicker.de genießt zudem Marcel Schäfer von RB Leipzig großes Vertrauen bei den Eintracht-Bossen – beide, Spycher und Schäfer, waren schon 2021 als mögliche Bobic-Nachfolger im Gespräch.

Fest steht laut kicker.de: Der dreiköpfige Hauptausschuss des Aufsichtsrats um Mathias Beck, Sven Janssen und Felix Wirmer wird den Krösche-Nachfolger aktiv von einem anderen Klub abwerben – ein frei verfügbarer Kandidat ist demnach nicht in Sicht. Laut absolutfussball.com soll bis Ende November Klarheit herrschen, wer den Job übernimmt. Wann der oder die Neue dann tatsächlich anfängt, ist noch offen. Rechtlich liegt die Entscheidung bei Beck als Aufsichtsratschef – wichtig ist aber vor allem, dass die Chemie mit Vorstandschef Hellmann stimmt.

Fazit: Umbruch mit Ansage

Der Sound der Weltstadt bleibt bei der Eintracht erstmal ein nachdenklicher: Nach dem emotionalen Abschied von Markus Krösche macht Axel Hellmann unmissverständlich klar, dass sich beim Verein einiges ändern muss – intern wie wirtschaftlich. Ob mit Spycher, Schäfer oder einem ganz anderen Namen – der neue Sportvorstand übernimmt einen Klub im Umbruch. Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden!

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