Die Frankfurter Mitfahr-App von traffiQ und Karos ist laut RMV deutschlandweit die erfolgreichste ihrer Art mit über 54.000 Mitfahrten seit dem Start.
Fahrgemeinschaften digital organisieren – in Frankfurt klappt das offenbar besser als irgendwo sonst in Deutschland. Wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mitteilt, ist die arbeitgeberorientierte Mitfahr-App in Frankfurt die deutschlandweit erfolgreichste ihrer Art. Mehr als 5000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer und satte 54.000 Mitfahrten sprechen für sich. Seit dem Start im Oktober 2024 wurden laut RMV über zwei Millionen Personenkilometer per App vermittelt.
Hinter dem Projekt steckt eine Kooperation der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ mit dem französischen Unternehmen Karos Mobility. Die Idee: Unternehmen stellen ihren Beschäftigten eine Plattform zur Verfügung, über die sich Fahrgemeinschaften bilden lassen. Aktuell sind laut RMV der Flughafenbetreiber Fraport und das Siemens-Schaltanlagenwerk in Fechenheim als Projektpartner mit dabei. Für die Unternehmen lohnt sich das gleich doppelt: Sie bieten ihren Mitarbeitenden eine günstigere, nachhaltigere Alternative zum Alleinfahren und sparen gleichzeitig Parkplätze. Künftig soll das Angebot auf weitere Firmen in Frankfurt ausgeweitet werden, idealerweise auf solche, die in der Nähe der bestehenden Partner liegen.
Wer Kolleginnen oder Kollegen im eigenen Auto mitnimmt, bekommt laut RMV drei Euro pro Fahrt als Anreiz. Für Mitfahrende mit Deutschlandticket oder anderem ÖPNV-Abo ist die Nutzung kostenlos, sofern das Abo in der App hinterlegt ist. Alle anderen zahlen 50 Cent pro Fahrt. Auch für den Fall, dass eine verabredete Fahrt kurzfristig ausfällt, gibt es eine Lösung: Dann übernimmt die Karos-App die Kosten für ein Taxi oder ein ÖPNV-Ticket, damit trotzdem jeder ans Ziel kommt.
Noch zahlt traffiQ die Anreizprämien von bis zu drei Euro pro Fahrt. Zusätzlich wird das Ganze über das Förderprojekt SMILE des Bundesministeriums für Verkehr unterstützt, an dem laut RMV neben Fraport und Karos auch die Hochschulen Bielefeld und RheinMain beteiligt sind. Pilotprojekt und Förderung laufen noch bis Mitte 2027 – danach soll sich die Mitfahrplattform selbst tragen. Wie die Finanzierung dann konkret aussieht, wird derzeit laut RMV noch geprüft. Im Gespräch sind etwa Einnahmen aus der Bewirtschaftung frei werdender Parkflächen oder ein Teil der Einsparungen, die Unternehmen durch den geringeren Parkplatzbedarf machen. Langfristiges Ziel bleibt ein stadtweites Angebot, das den öffentlichen Nahverkehr ergänzt – ohne dauerhaft zusätzliche Kosten zu verursachen.
Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:






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