
Die vhs Vogelsbergkreis lädt zur Studienfahrt ins Städel nach Frankfurt: Maria Magdalena in über 100 Kunstwerken – Sündeein, Heilige, Ikone. Jetzt informieren!
Sünderin, Heilige, Gefährtin Christi, Projektionsfläche für fast tausend Jahre Kunstgeschichte – Maria Magdalena hat viele Gesichter. Genau diesen Gesichtern widmen das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung erstmals im deutschsprachigen Raum eine große Doppelausstellung. Und die Volkshochschule des Vogelsbergkreises packt das Main-Gebiet direkt in den Reisebus: Am Samstag, 7. November, geht’s ab 8 Uhr auf Studienfahrt nach Frankfurt. Das ist Kultur zum Anfassen – mitten im Sound der Weltstadt!
Rund 100 Werke aus bedeutenden deutschen und internationalen Sammlungen sind in „Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.“ vereint – Gemälde, Skulpturen und Grafiken, die zeigen, wie sich das Bild der Maria Magdalena über die Jahrhunderte immer wieder gewandelt hat. Wie museumsfernsehen.de berichtet, läuft die Schau vom 17. September 2026 bis zum 17. Januar 2027 und bringt Leihgaben aus der National Gallery London, der Berliner Gemäldegalerie, dem Metropolitan Museum of Art New York, dem Louvre, den Vatikanischen Museen und der National Gallery of Art in Washington nach Frankfurt. Zu den gezeigten Künstlern zählen unter anderem Albrecht Dürer, Georges de la Tour, Arnold Böcklin und Max Beckmann, ergänzt um Werke von Künstlerinnen wie Lavinia Fontana, Lotte Laserstein, Kiki Smith und Marlene Dumas.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung, betont laut museumsfernsehen.de die einzigartige Möglichkeit der beiden Häuser, die Entwicklung der Magdalena-Darstellung über Epochen und geografische Grenzen hinweg zu verfolgen. Die Kuratoren Bastian Eclercy (Städel Museum) und Stefan Roller (Liebieghaus) weisen darauf hin, dass im direkten Gegenüber der Werke überraschende Verbindungen sichtbar werden, aber auch die tiefgreifenden Veränderungen, die das Bild Maria Magdalenas im Laufe der Zeit erfahren hat.
Die Volkshochschule des Vogelsbergkreises organisiert die Fahrt mit Zustiegsmöglichkeiten in Schlitz, Lauterbach, Alsfeld und Mücke – bei der Anmeldung muss der gewünschte Zustiegsort angegeben werden. Vor Ort gibt’s eine kunsthistorische Führung durch die Ausstellung, danach könnt ihr euch noch in Ruhe umsehen und das Gehörte nachwirken lassen. Das Städel Museum lockt außerdem mit seinen großen Sammlungen zu Alten Meistern, Moderne und Gegenwartskunst, und auch das benachbarte Liebieghaus liegt nur einen Katzensprung entfernt. Um 15 Uhr geht’s dann zurück Richtung Vogelsberg. Wer dabei sein will: Anmeldeschluss ist der 26. Oktober, Infos gibt’s unter www.vhs-vogelsberg.de oder telefonisch unter 06631/792-7700.
Dass diese Schau mehr ist als bloße Heiligenverehrung, zeigt auch eine kritische Einordnung von ai-critique.com: Die Ausstellung stelle nicht nur die Frage, wer Maria Magdalena war, sondern vor allem, was aus ihr gemacht wurde – als Heilige, Sünderin, Zeugin oder Trauernde. Besonders hervorgehoben wird dabei, dass die Schau Künstlerinnen wie Marlene Dumas nicht als bloße Ergänzung zeigt, sondern als eigenständige Störung in einer jahrhundertelangen Bildtradition.
Ob mit dem vhs-Bus aus dem Vogelsbergkreis oder auf eigene Faust – diese Ausstellung lohnt den Weg nach Frankfurt. Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich weiter bei uns, aber auch kulturell hat die Main-Metropole gerade richtig was zu bieten. Maria Magdalena wartet im Städel – schaut vorbei!






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