
Tatort-Star Stefan Bauer eröffnet die Lesereihe „Nidda erlesen
TV-Star Stefan Bauer eröffnet die Lesereihe „Nidda erlesen
Malaria am Frankfurter Flughafen: Sechs Mitarbeiter infiziert, einer gestorben. Alle Infos zu Symptomen, Fraports Maßnahmen und was ihr jetzt wissen müsst.
Erschreckende Nachrichten aus dem Rhein-Main-Gebiet: Am Frankfurter Flughafen haben sich insgesamt sechs Beschäftigte mit Malaria infiziert – zwei mehr als bislang bekannt. Noch schwerer wiegt: Ein Mitarbeiter ist an den Folgen der Erkrankung gestorben. Das bestätigten Flughafenbetreiber Fraport und das Robert-Koch-Institut (RKI) gegenüber der hessenschau. Frankfurt, ihr: Das ist eine ernste Situation, die wir euch nicht vorenthalten wollen.
Der Auslöser ist eine eingeschleppte Anopheles-Stechmücke, die vermutlich im Juli im Frachtraum eines Flugzeugs aus einem Malaria-Gebiet mitgereist ist. Genau das macht diese Fälle so besonders – denn Malaria am Flughafen zu bekommen ist laut RKI ein „seltenes Ereignis“. Eine europaweite Studie, die alle Fälle von Flughafen- und Gepäck-Malaria zwischen 1969 und 2024 erfasste, kommt auf gerade einmal 145 Fälle insgesamt – neun davon in Deutschland.
Dem RKI sind im Juli und August ausschließlich Erkrankungsfälle aus dem Rhein-Main-Gebiet gemeldet worden, die vermutlich mit der Arbeit am Frankfurter Flughafen zusammenhängen. Das Amt hat daraufhin Ärzte in der Region auf die Fälle aufmerksam gemacht.
Fraport reagiert mit einem Infoschreiben an alle Inhaber eines Flughafen-Mitarbeiterausweises. Beschäftigte werden sensibilisiert, bei typischen Malaria-Symptomen sofort einen Arzt aufzusuchen und dabei den Arbeitsplatz am Flughafen anzugeben. „Alle weiteren sind in medizinischer Behandlung“, erklärte ein Fraport-Sprecher.
Das Frankfurter Gesundheitsamt betont außerdem: Eine Übertragung von Mensch zu Mensch spielt bei der sogenannten „Airport-Malaria“ keine Rolle. Für die Allgemeinbevölkerung besteht also keine erhöhte Ansteckungsgefahr – dennoch sollte man die Symptome kennen.
Wenn Malaria nicht behandelt wird, ist sie laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) lebensbedrohlich. Folgende Warnsignale solltet ihr ernst nehmen:
Wer am Frankfurter Flughafen arbeitet oder dort regelmäßig unterwegs ist und solche Symptome entwickelt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und den Aufenthalt am Flughafen erwähnen.
Das RKI weist darauf hin, dass die Zahl solcher Fälle in Europa generell zunimmt. Experten fordern daher eine Überprüfung, ob Maßnahmen wie die Desinfektion von Flugzeugen wirklich konsequent eingehalten werden und tatsächlich wirksam sind. Malaria ist weltweit vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Asiens, Südamerikas und Zentralamerikas verbreitet – rund 90 Prozent aller weltweiten Fälle treten in Afrika südlich der Sahara auf. In Deutschland sind laut RKI fast ausschließlich Reisende betroffen, die sich in einem Malaria-Gebiet infiziert haben.
Die Nachricht aus dem Flughafen trifft Frankfurt in einer Zeit, in der die Stadt ohnehin besonders zusammenhalten muss. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, wurden zwischen dem 17. und 22. August 2026 im Frankfurter Ostend Hakenkreuze auf Stolpersteine in der Wittelsbacherallee gesprüht – ein feiger Angriff auf das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen. Zwei erschütternde Ereignisse, die zeigen: Frankfurt braucht Wachsamkeit – auf dem Flughafen genauso wie auf unseren Straßen.
Bleibt informiert, bleibt gesund – und hört rein: Radio Frankfurt, der Sound der Weltstadt, hält euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören!

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