
Studierende der Hochschule Mainz haben kreative Ideen für den Frankfurter Zoo der Zukunft entwickelt: Lift zum Nashorn, Glaskuppel zu Erdmännchen und mehr!
Der Frankfurter Zoo soll sich komplett neu erfinden – und das nicht nur für die Tiere, sondern auch für euch als Besucherinnen und Besucher! Während Fachleute im Masterplan „Zookunft 2030+“ die Gehege planen, haben Studierende des Fachbereichs Architektur an der Hochschule Mainz richtig kreative Ideen entwickelt, wie das Zoopublikum den neuen Zoo erleben soll. Ihre Entwürfe präsentierten sie am Mittwoch im Museum Angewandte Kunst – und die Konzepte haben es echt in sich!
Eine der spannendsten Ideen stammt von Studentin Lea Zerfaß: In ihrem Entwurf bleiben die Nashörner und Zebras einfach entspannt ebenerdig – während ihr als Besucherinnen und Besucher eine erhöhte Plattform erklimmt oder unter die Erde geht, um die Tiere von unten zu beobachten. Damit das nicht zu anstrengend wird, hat Zerfaß kurzerhand einen kleinen Aufzug eingebaut. Und für die Kleinen? Eine Rutschstange für die Kiddies – wie cool ist das denn!
Emma Czwartek, Luise Lehle und Finn Königsfeld haben sich für ihren Entwurf „Perspektiven erleben“ dem Serengeti-Abschnitt des neuen Zoos gewidmet. Ihre Idee: Eine Rampe führt bis in vier Meter Höhe – perfekt für Erdmännchen, die ihr dann von oben beobachten könnt. Noch nicht genug? Ein Tunnel führt euch zusätzlich direkt unter die Anlage, wo ihr über eine Glaskuppel quasi auf Augenhöhe mit den kleinen Kerlen seid. „Unser Konzept sind verschiedene Perspektiven, andere Blickwinkel“, erklärt Finn Königsfeld. Das Ziel: ein schöneres Erlebnis für euch – und gleichzeitig weniger Stress für die Tiere.
Joel Mucogllava und Jona Weber setzten in ihrem Entwurf auf großzügige Dachflächen mit platzsparenden Hängekonstruktionen, die Schatten spenden – ein Timing, das angesichts der aktuellen Hitzetage kaum besser sein könnte. Zwei Monate Arbeit am Semesterende, und das Ergebnis passt einfach perfekt zur Zeit.
Aber nicht alle Studierenden sind unkritische Zoo-Fans. Das Projekt „Zoo, logisch“ stellt die Frage, ob ein Zoo überhaupt der beste Weg ist, Menschen für Tiere zu begeistern. Die Idee: eine klare Barriere zwischen Mensch und Tier, dafür aber Vorträge und Filmvorführungen – statt Tiere hinter Glasscheiben. Auch Finn Königsfeld ist kein bedingungsloser Zoo-Befürworter: „Ich bin kein Fan, ich sehe den Zoo eher von der kontroversen Seite.“ Bemerkenswert: Auffällig viele seiner Kommilitoninnen und Kommilitonen haben in ihren Entwürfen bewusst auf möglichst wenig Eingriffe in die Tierbereiche gesetzt.
Das Projekt ist Teil der Kampagne World Design Capital 2026 und zeigt, wie spannend und komplex es ist, einen historischen Zoo komplett neu zu denken. Zoodirektorin Christina Geiger, Zooarchitekt Dan Pearlman und die Studierenden diskutierten die Entwürfe gemeinsam – und die Fachleute zeigten sich durchaus interessiert. Ob konkrete Ideen aus den studentischen Entwürfen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Aber eines steht fest: Zeit ist da! Das Savannenareal Serengeti – der erste von drei Abschnitten des neuen Zoos – soll 2033 fertig sein. Der gesamte neue Zoo soll laut aktuellem Stand um etwa 2039 Gestalt angenommen haben.
Frankfurt bekommt also einen Zoo, der nicht nur für die Tiere neu gedacht wird, sondern auch das Erlebnis für euch als Besucherinnen und Besucher auf ein ganz neues Level hebt. Wir sind gespannt – und ihr?






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