
Kohlenmonoxid-Alarm in Frankfurt-Höchst: 15 Menschen mussten nachts ihr Mehrfamilienhaus verlassen, fünf kamen mit Vergiftungsverdacht in die Klinik.
Nachts in Frankfurt-Höchst ging gar nichts mehr ohne Feuerwehr! Wie die Feuerwehr Frankfurt am Main berichtet, wurden die Einsatzkräfte gegen 23:15 Uhr in die Kasinostraße gerufen – zuerst war nur ein Rettungswagen angefordert worden, weil eine vierköpfige Familie in einem Mehrfamilienhaus über Kopfschmerzen klagte. Klingt erstmal harmlos, war’s aber überhaupt nicht.
Denn als die Rettungswagen-Besatzung vor Ort ankam, schlug der Kohlenmonoxid-Melder Alarm. Die Werte lagen laut Feuerwehr deutlich über dem zulässigen Grenzwert. Sofort war klar: Hier muss das ganze Haus raus!
Die Rettungskräfte leiteten umgehend die Räumung ein und holten die Feuerwehr dazu. Mit Atemschutz ausgerüstet, checkten die Einsatzkräfte dann jede einzelne Wohnung im Haus. Das Ergebnis: Insgesamt mussten 15 Personen aus dem Gebäude gebracht werden. Fünf von ihnen hatten den Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung und wurden in eine Klinik gebracht. Die restlichen Bewohner wurden vor Ort untersucht und konnten zum Glück bleiben.
Die Ursache? Laut Feuerwehr könnte die Heizungsanlage dahinterstecken, die zum Zeitpunkt des Einsatzes lief. Nachdem die Heizung abgeschaltet und ordentlich durchgelüftet wurde, sanken die Werte – und blieben unten. Zur Sicherheit wurde die Anlage erstmal stillgelegt. Eine Fachfirma muss jetzt ran und alles gründlich prüfen, bevor die Heizung wieder angeht. Nach den Lüftungsmaßnahmen und unauffälligen Messwerten übergab die Feuerwehr das Haus schließlich an Vermieter und Polizei.
Die Feuerwehr Frankfurt nutzt den Einsatz direkt als Anlass, um vor den Gefahren von Kohlenmonoxid zu warnen – besonders jetzt, wo die Heizperiode wieder voll läuft. Das Gas ist geruchlos und unsichtbar und kann schon in geringen Konzentrationen lebensbedrohlich werden. Das Fiese daran: Betroffene merken oft gar nicht, dass sie Kohlenmonoxid einatmen, denn typische Warnsignale wie Husten oder Atemnot bleiben aus.
Je nach Konzentration in der Raumluft kann eine Vergiftung zu Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit führen – bis hin zu massiven Spätfolgen oder im schlimmsten Fall zum Tod. Die klare Empfehlung der Feuerwehr: Heizungsanlagen regelmäßig warten lassen und CO-Melder installieren. Das kann im Ernstfall Leben retten.
Der Einsatz in Höchst zeigt mal wieder, wie wichtig ein funktionierender CO-Melder sein kann. Ohne den Alarm hätte die Nacht für die Bewohner der Kasinostraße ganz anders ausgehen können. Also checkt eure Heizungsanlagen, bevor der Winter so richtig durchstartet – eure Gesundheit ist es wert!






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