
Nach dem 0:6-Debakel in Leipzig steht Eintracht-Kapitän Robin Koch in der Kritik. Auch Rudi Völler äußert sich zur Kapitänsfrage bei der SGE.
Leute, das hat gesessen! Nach dem bitteren 0:6-Debakel von Eintracht Frankfurt bei RB Leipzig ist bei der SGE mächtig was los. Trainer Adi Hütter hat seinen Kapitän Robin Koch zur Halbzeit vom Platz genommen – und das sorgt jetzt für richtig viel Gesprächsstoff im Main-Gebiet. Wie absolutfussball.com berichtet, sagte Hütter, er habe Koch zur Pause „erlöst“. Klare Ansage, oder?
Die Kritik am Innenverteidiger ist in den letzten Monaten immer größer geworden. Dabei hatte Hütter ihn trotz der Zweifel bislang im Amt bestätigt. Doch das Vertrauen konnte Koch zuletzt einfach nicht zurückzahlen.
Und dann kommt auch noch Rudi Völler ins Spiel! Der Sportdirektor der Nationalmannschaft kennt Koch aus nächster Nähe und hat im Sport1-Doppelpass ordentlich Klartext geredet. Wie absolutfussball.com berichtet, sagte Völler: Koch sei normalerweise ein sehr guter Innenverteidiger, aber als Kapitän „ein sehr ruhiger Typ – vielleicht ein Tick zu ruhig“. Er sei nicht der, der in der Halbzeit das Wort ergreift und Tacheles redet.
Völler konnte über Hütters Beweggründe nur spekulieren und vermutete, der Trainer wolle Koch damit vielleicht „kitzeln“ und zeigen, dass noch mehr kommen muss. Außerdem fehle Koch als Kapitän die körperliche Ausstrahlung – da müsse einfach mehr Kommunikation mit den Mitspielern her.
Und hier wird’s richtig heftig: Saisonübergreifend kassierte die Eintracht seit August 2025 in 39 Bundesligapartien ganze 81 Gegentore! Das ist natürlich nicht nur Kochs Baustelle – aber als Kapitän steht er in solchen Krisenzeiten nun mal besonders im Fokus. Das war schon vor dem Duell in Leipzig so.
Ex-Profi Patrick Falk, bei der Eintracht ausgebildet, hatte bereits vor dem Spiel in Mainz Anfang September kritische Töne angeschlagen – laut absolutfussball.com sei Koch seit der Übernahme der Kapitänsbinde von Kevin Trapp „ein Schatten seiner selbst“. Normalerweise verbinde er Körpergröße mit starkem Zweikampfverhalten, doch davon sei aktuell kaum noch etwas zu sehen gewesen.
Die spannende Frage, die jetzt im Raum steht: Wer könnte Kochs Rolle übernehmen? Jonathan Burkardt wird als mögliche Alternative gehandelt. Er war schon bei seinem früheren Klub Mainz 05 Kapitän und führte die Eintracht in der zweiten Halbzeit gegen Leipzig an, auch wenn das Debakel da schon nicht mehr zu verhindern war.
Ein ähnlicher Fall gab es bei der Eintracht schon mal: Publikumsliebling Martin Hinteregger legte im Herbst 2022 seine Rolle im Kapitänsteam nieder, um sich voll auf seine eigene Leistung zu konzentrieren – und wurde danach zum wichtigen Faktor auf dem Weg zum Gewinn der Europa League.
Fakt ist: Koch hat in seinen ersten beiden Jahren bei der Eintracht überzeugt und war fester Bestandteil eines stabilen Defensivgerüsts auf dem Weg in die Champions League. Sportvorstand Markus Krösche wehrte damals sogar Abwerbeversuche aus Leverkusen ab. Jetzt muss Koch liefern – mit oder ohne Binde. Am kommenden Freitag um 20.30 Uhr steht die Eintracht gegen den 1. FC Köln mächtig unter Zugzwang. Wir bleiben für euch dran am Main-Geschehen!
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