
Hitzewelle in Hessen: DRK, ASB, Johanniter und Malteser fordern ein Hitzeschutzkonzept für Frankfurt – denn ältere Katastrophenschutzfahrzeuge haben keine…
Es wird wieder brütend heiß im Main-Gebiet! Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Frankfurt und Hessen vor extremer Hitze mit Temperaturen von bis zu 37 Grad – und genau diese Welle rollt jetzt erneut an. Es ist bereits die vierte Hitzewelle dieses Sommers. Besonders heikel: Die Nächte bringen kaum Abkühlung, die Temperaturen fallen nicht unter 22 Grad. Dazu drohen Gewitter mit heftigem Regen, Hagel und starken Böen.
Während viele von uns im Schatten nach Abkühlung suchen, stehen Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen und Feuerwehr stundenlang in der prallen Sonne. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Malteser Hilfsdienst (MHD) haben jetzt gemeinsam die Notbremse gezogen: Sie fordern von der Stadt Frankfurt die zügige Umsetzung eines stadtweiten Hitzeschutzkonzepts.
„Die aktuellen Temperaturen sind besonders auch für unsere haupt- und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen eine große körperliche Belastung“, sagt Dierk Dallwitz, Geschäftsführer des DRK-Bezirksverbandes Frankfurt. Und das Problem liegt auf der Hand: Während es für die Rettungswachen bereits erste Ansätze gibt, fehlen bisher konkrete Schutzmaßnahmen für Einsatzkräfte während ihrer Einsätze außerhalb der Wachen.
Besonders brisant: Viele Fahrzeuge des Katastrophenschutzes haben schlicht keine Klimaanlage. „Die Infrastruktur in Deutschland ist auf diese Hitzelagen nicht eingestellt, es fehlen insbesondere in den älteren Fahrzeugen des Katastrophenschutzes wie auch in den Krankenhäusern und Altenheimen Klimaanlagen“, kritisiert Thomas Müller-Witte, Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Frankfurt.
Oliver Pitsch, Regionalvorstand der JUH Rhein-Main, macht klar: „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, nun konkrete Hitzeschutzmaßnahmen zum Schutze unserer Patientinnen und Patienten und Mitarbeitenden umzusetzen.“ Noch deutlicher wird Markus Schips, Bezirksgeschäftsführer Rettungsdienst Hessen des MHD: „Ein leistungsfähiger und verlässlich finanzierter Zivil- und Katastrophenschutz sowie Rettungsdienst sind kein Luxus, sondern eine unverzichtbare Sicherheitsgarantie für die Menschen in unserer Stadt.“
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bereits Anfang Juli meldeten Frankfurt und andere Kommunen einen Anstieg von Notfällen um bis zu 50 Prozent. An einem einzigen Wochenende wurden allein in Frankfurt mehr als 500 Einsätze gezählt. Dazu kommen aktuell viele Vegetationsbrände durch die anhaltende Trockenheit, die die Teams zusätzlich fordern.
Andreas Ruhs, Direktionsbereichsleiter Einsatzvorbereitung bei der Feuerwehr, appelliert deshalb direkt an euch: „Jeder Einzelne kann dazu beitragen, den Rettungsdienst und die Krankenhäuser zu entlasten, indem er sich dem Wetter angepasst verhält.“ Konkret heißt das: kein offenes Feuer, keine Zigaretten wegwerfen, nicht auf trockenem Gras parken oder grillen – und den Notruf wirklich nur im echten Notfall wählen.
Bleibt cool, Frankfurt – und passt aufeinander auf! Der Sound der Weltstadt begleitet euch durch die heißen Tage. Jetzt reinhören!






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