
Die Hitzewelle in Hessen erreicht heute ihren Höhepunkt – bis zu 40 Grad sind möglich! Dazu Sturmböen und hohe Waldbrandgefahr im Rhein-Main-Gebiet.
Es ist so weit: Die Hitzewelle hat ihren Höhepunkt erreicht – und Frankfurt sowie ganz Hessen stehen heute vor einem der heißesten Tage des Sommers. Wie wir in unserem früheren Beitrag bereits angekündigt haben, könnte die 40-Grad-Marke heute fallen. Jetzt ist klar: Es wird noch krasser als gedacht!
„In Südhessen sind am Rhein und an der Bergstraße bis zu 40 Grad möglich“, sagt hr-Wetterexpertin Pila Bossmann. Im Rhein-Main-Gebiet sind laut Meteorologe Dominik Jung sogar bis zu 41 Grad drin – sofern die nahende Kaltfront nicht früher als erwartet eintrifft. Denn genau das entscheidet heute alles: Kommt die Front zu früh, bleibt die Spitze vielleicht knapp darunter. Kommt sie später, knacken wir die 40. Die Spannung bleibt also bis zum letzten Moment.
Wer denkt, der Tag endet ruhig, irrt sich gewaltig. Bis in den Nachmittag hinein brennt die Sonne ungebremst vom Himmel. Dann aber kommen Wind und Gewitter – und zwar heftig. Mancherorts werden Sturmböen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde erwartet. „Davon ist besonders Nordhessen betroffen“, so Bossmann. Und Achtung: Auch Sturmböen ganz ohne Regen sind möglich – also lieber nichts dem Zufall überlassen und draußen aufpassen!
Hinter dieser extremen Wetterlage steckt eine Südwest-Strömung, die hochheiße Luft aus Spanien und Nordafrika direkt nach Hessen pumpt. Eine Hitzeglocke hat sich über Süddeutschland und Teilen Hessens gebildet – und hält die Hitze wie ein Deckel fest. Wer rausmuss: viel trinken, Schatten aufsuchen und die Mittagssonne meiden!
Was sich seit den letzten Tagen noch einmal deutlich verschärft hat, ist die Waldbrandgefahr. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes zeigt für heute an fast allen hessischen Messstationen mindestens Stufe vier – also hohe Waldbrandgefahr. An mehreren Stationen im Rhein-Main-Gebiet gilt sogar Stufe fünf: sehr hohe Waldbrandgefahr. Bitte bleibt heute besonders vorsichtig in Waldnähe!
Dazu kommt: Die anhaltende Trockenheit macht die Lage zunehmend ernst. Böden sind vielerorts ausgetrocknet, Flusspegel niedrig. Zahlreiche Kommunen haben bereits die Wasserentnahme aus Flüssen und Seen verboten. Auch die Landwirtschaft blickt mit wachsender Sorge auf mögliche Ernteeinbußen.
Die gute Nachricht: Es gibt Licht am Ende des Hitze-Tunnels! Schon am Freitag lässt die extreme Hitze nach. Dann werden Höchstwerte zwischen 27 und 34 Grad erwartet – aber Vorsicht, die schwüle Luft kann sich trotzdem noch belastend anfühlen. Am Wochenende kommt dann vor allem im Norden Hessens kühlere Luft an, mit Temperaturen voraussichtlich unter 30 Grad. Auch in Südhessen pendeln sich die Werte wohl um die 30-Grad-Marke ein.
Im Vergleich zur vorherigen Hitzewelle läuft diese Welle kürzer und die Temperaturen sind nicht ganz so extrem. Ende Juni wurde am 27. Juni in Bad Nauheim ein neuer Hitzerekord für Hessen mit 41,3 Grad gemessen. Ob wir diesen Wert heute toppen – das zeigt sich im Laufe des Tages!
Eines ist aber schon jetzt sicher: Der Sommer 2026 ist in Hessen überdurchschnittlich warm. Der Juni lag 3,3 Grad über dem langjährigen Mittel, der Juli bislang rund 1,2 Grad darüber. Jetzt reinhören – wir halten euch auf Radio Frankfurt über alle weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden!






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