Lufthansa-Jumbo aus Frankfurt bricht Landung in Los Angeles ab: Das Heck kommt der Piste gefährlich nahe, bevor die Maschine sicher landet.
Frankfurt, wir müssen reden – und zwar über einen Moment, der selbst erfahrenen Vielfliegern den Puls hochtreibt! Ein Lufthansa-Jumbo vom Typ Boeing 747-8 ist am Samstag, den 10. Oktober, von unserer Mainmetropole aus Richtung Los Angeles gestartet. Am Ziel angekommen, wurde es dann kurz richtig spannend.
Der Flug mit der Nummer LH 456 setzte beim Landeanflug auf die Bahn 24R des Flughafens Los Angeles kurz auf – und brach den Anflug dann plötzlich ab. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, berührte das Fahrwerk des Langstreckenfliegers die Landebahn, bevor die Piloten die Nase steil nach oben zogen und voll durchstarteten. Aufnahmen des Kanals „Airline Videos Live“, die aus einem nahegelegenen Hotel entstanden, zeigen genau diesen Moment: Für einen Augenblick sieht es so aus, als könnte das Heck der Maschine den Asphalt streifen. Zu einem echten Tailstrike kam es aber nicht.
Auch Focus Online schildert das Manöver: Das Heck des Jumbo-Jets sei der Landebahn „bedenklich nahe“ gekommen, ohne sie zu berühren. Die Szene wurde ebenfalls von einer Livestream-Kamera des Kanals Airline Videos festgehalten.
Keine Panik, liebe Frankfurter – am Ende ging alles gut aus! Nach Angaben des Flugverfolgungsdienstes Airnav Radar drehte die Crew eine Platzrunde und landete die Maschine rund 15 bis 30 Minuten später sicher. Passagiere und Besatzung blieben unverletzt. Für die Reisenden bedeutete der Vorfall also vor allem eines: etwas mehr Wartezeit, bevor sie endlich aussteigen konnten.
Ein sogenannter Go-around gehört zu den ganz normalen Sicherheitsverfahren in der Luftfahrt und wird durchgeführt, wenn ein Anflug aus Gründen wie Höhe, Geschwindigkeit oder Ausrichtung nicht stabil genug ist. Für die Cockpit-Crews ist das Routine. Lufthansa bestätigte gegenüber dem Portal „Simple Flying“, dass der Flug LH456 beim Anflug auf Los Angeles durchgestartet und beim zweiten Versuch normal und sicher gelandet sei. Die Fluggesellschaft erklärte dazu laut Focus Online: „Sicherheit hat bei Lufthansa immer oberste Priorität.“ Warum die Piloten den ersten Anflug genau abgebrochen haben, teilte die Airline allerdings nicht mit.
Die Boeing 747-8 ist die längste Passagierversion der Jumbo-Jet-Familie und laut dem Kölner Stadt-Anzeiger mit Systemen ausgestattet, die ein übermäßiges Rotieren beim Start und Landen begrenzen sollen – und damit auch das Risiko eines Tailstrikes verringern. Genau solche Sicherheitsmechanismen dürften in diesem Fall mit dafür gesorgt haben, dass es bei dem spektakulären Manöver blieb und nicht zu einer echten Bodenberührung des Hecks kam.
Die Videos des Durchstartens verbreiteten sich schnell in den sozialen Netzwerken und wurden, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, auch von US-Medien aufgegriffen. Eine detaillierte Stellungnahme zu dem konkreten Ablauf hat Lufthansa bislang nicht veröffentlicht.
Ob mit spektakulärem Durchstart-Manöver oder ganz entspannt: Flieger aus Frankfurt sorgen immer wieder für Gesprächsstoff – diesmal zum Glück mit gutem Ausgang für alle an Bord. Wir bleiben für euch am Ball, wenn’s um Geschichten rund um unsere Stadt und den Flughafen geht. Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich weiterhin bei uns. Jetzt reinhören!






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