Eintracht Frankfurt kassiert in Leipzig eine 0:6-Klatsche. Sportdirektor Hardung über die Gegentorflut und die Krise vor dem Spiel gegen Köln.
Der Sound der Weltstadt kennt auch raue Töne – und die gab’s am Samstagabend reichlich zu hören. Eintracht Frankfurt hat sich in Leipzig eine deftige 0:6-Klatsche eingefangen und damit die geteilt höchste Bundesliganiederlage in diesem Jahrtausend kassiert. Geteilt mit dem 0:6 vom vergangenen Jahr, ebenfalls in Leipzig. Déjà-vu würde man sagen, wenn’s nicht so wehtäte.
Sportdirektor Timmo Hardung brachte es bei EintrachtTV kurz und bündig auf den Punkt: „Das war eine ordentliche Abreibung.“ Und tatsächlich: Nach dem zweiten Doppelschlag zum 0:3 und 0:4 kurz vor der Pause hatte sich die Eintracht nach eigener Einschätzung das Spiel selbst kaputt gemacht. Erstmals seit August 2022 kassierte Frankfurt in der Liga mindestens vier Gegentore in der ersten Halbzeit – damals war es gegen den FC Bayern.
Dabei täuschen die nackten Zahlen über den Spielverlauf fast hinweg. Frankfurt hatte 53 Prozent Ballbesitz, kam auf 18 Torschüsse und spielte mit 87 Prozent Passquote durchaus ordentlichen Fußball. Sportvorstand Markus Krösche listete nach der Partie dennoch die Mängel auf: nicht aggressiv genug, zu weit auseinander, isoliert, nicht kompakt und nicht im Verbund verteidigend gegen „effiziente Leipziger“.
Wie die Sportschau berichtet, überzeugte RB Leipzig auf ganzer Linie und lag bereits zur Pause mit 0:4 vorn. Christopher Nkunku war mit drei Treffern der überragende Mann auf dem Platz und verschärfte damit die Frankfurter Krise zusätzlich. Am Ende stand ein Kantersieg für die Sachsen, der keinerlei Zweifel am verdienten Erfolg ließ.
Besonders bitter: Eigentlich waren die Frankfurter in dieser Saison bislang die Blitzstarter der Liga – fünf Tore in der Anfangsviertelstunde bedeuteten Ligaspitze. Die Sachsen hingegen hatten in den ersten vier Spielen nicht einmal in den ersten 15 Minuten getroffen. Diesmal war alles anders: 0:1 nach 43 Sekunden, 0:2 nach gut vier Minuten. Ein Start, der die komplette Rollenverteilung auf den Kopf stellte.
Jetzt heißt es: Wunden lecken und nach vorne schauen. Timmo Hardung kündigte Aufarbeitung in Einzelgesprächen sowie in der Gruppe an. Auf dem Trainingsplatz soll laut Cheftrainer Adi Hütter klar bei den Gegentoren angesetzt werden – mit viel Investition und harter Arbeit.
Schon am Freitag, den 16. Oktober, folgt die nächste Bewährungsprobe: Der 1. FC Köln gastiert um 20.30 Uhr im Deutsche Bank Park, übertragen von Sky und EintrachtFM. Für die Eintracht-Fans heißt es dann hoffentlich wieder: Jetzt reinhören und mitfiebern – das beste Programm im Main-Gebiet begleitet euch durch die Krisenzeit und hoffentlich bald wieder durch bessere Tage.






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