
Gemaa Tempelsee plant zum 100. Geburtstag 2027 den Aufstieg in die Kreisoberliga Offenbach – mit zwölf Neuzugängen und einem neuen Trainer.
Das klingt nach einem perfekten Plan: Der Fußballverein Gemaa Tempelsee aus Offenbach feiert 2027 seinen 100. Geburtstag – und der Wunsch zum Jubiläum ist klar. Vorsitzender Stefan Mehling bringt es auf den Punkt: „Es wäre schön, wenn das endlich klappt mit dem Aufstieg. Wir haben in Bore Markovic einen neuen Trainer, wir werden 100 Jahre alt – der Zeitpunkt wäre optimal.“ Der Aufstieg in die Kreisoberliga Offenbach wäre dabei eine echte Ansage: Letztmals spielte die Gemaa oberhalb der Kreisliga A im Jahr 1995, damals noch in der Bezirksliga. Das ist lange her – aber genau deshalb soll es 2027 endlich wieder so weit sein!
Um den großen Traum wahr zu machen, hat der Klub vom Buchhügel mächtig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Zwölf Neuzugänge stehen fünf Abgängen gegenüber – eine beeindruckende Bilanz. Besonders auffällig: Gleich vier Spieler kommen vom Kreisoberligisten FC Germania Bieber. Joel Seidel, Kenan Jasic, Ali El Barkani und Ilyas Mahou verstärken ab sofort das Team. Bei Seidel und El Barkani hat die Verpflichtung sogar erst im dritten Anlauf geklappt – Hartnäckigkeit zahlt sich eben aus!
Außerdem wechseln drei Spieler von Squadra Azzurra Offenbach zur Gemaa. Dazu kommen unter anderem Hadi Abdul Karim (FC Ilirida), Mahir Öztas (SKG Rumpenheim), Labinot Lugolli (Türkgücü Dietzenbach), Walid Ngadi Chourak (SG Wiking) sowie Billal Belmamoun (SKG Rodgau). Der Kader ist breiter denn je – und das war in der letzten Saison das größte Problem.
In der vergangenen Spielzeit war die Gemaa durch mangelnde Kadertiefe in der Rückrunde eingebrochen und auf Platz sechs der Kreisliga A1 abgerutscht. Genau das soll sich nicht wiederholen. „Wir haben uns extrem verstärkt, auch in der Breite. Wir hatten wenig Abgänge – es sieht gut aus“, sagt Mehling. Klar ist aber auch: Die Konkurrenz schläft nicht. Vereine wie TSG Neu-Isenburg, VfB 1900 und FC Maroc sind nicht zu unterschätzen.
Einen festen Stammplatz gibt es trotz aller Zugänge nur für eine Position: den Torwart. Diese Rolle übernimmt Kristijan Ivkic, der in der vergangenen Saison 25 Mal zwischen den Pfosten des Kreisoberligisten SG Nieder-Roden stand. Mehling schwärmt: „Kristijan ist ein gestandener Torwart aus der Kreisoberliga, der für uns Gold wert sein kann. Er ist auch fußballerisch richtig gut.“ Mit Ivkic hat die Gemaa jetzt drei Keeper für ihre A- und B-Liga-Teams – eine komfortable Situation.
Doch nicht nur bei den Aktiven läuft es rund. Gemaa Tempelsee hat für die neue Runde stolze 24 Jugendteams gemeldet. Aus der eigenen Jugend kommen zwar noch keine Spieler direkt nach oben, aber das soll sich laut Mehling bald ändern. „Den einen oder anderen Spieler können wir sicher bei Bedarf bald bei den Aktiven einsetzen. Auch den nachrückenden Spielern aus dem eigenen Nachwuchs würden wir gern die Kreisoberliga anbieten“, erklärt er. Die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft ist gelegt.
Die Vorbereitung auf die neue Saison verlief vielversprechend. Die Gemaa schlug in Testspielen gleich mehrere höherklassige Gegner: Gruppenligist Spvgg. Dietesheim wurde mit 4:1 besiegt, Türk Gücü Hanau mit 1:0 und der Kreisoberligist FC Ilirida Offenbach mit 2:1. Das gibt Selbstvertrauen – und macht Lust auf mehr!
Zum 100. Geburtstag plant die Gemaa Tempelsee außerdem eine akademische Feier am Samstag, 6. März 2027, sowie eine Fußballwoche für Jugend und Alte Herren. Wenn dann noch der Aufstieg dazu kommt, wäre das ein Jubiläum, das in die Vereinsgeschichte eingeht. Der Sound der Weltstadt Frankfurt und der gesamten Region drückt die Daumen!






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