Die Julius-Leber-Schule in Frankfurt wird endlich saniert – rund 450 Schüler kehren voraussichtlich Ende 2027 in die Seilerstraße zurück.
Frankfurt baut – und zwar richtig! Die Julius-Leber-Schule (JLS) in der Seilerstraße bekommt die längst überfällige Generalüberholung. Nach einem Baustopp, jeder Menge Planung und dem kompletten Umzug der Schülerinnen und Schüler starten die eigentlichen Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude jetzt in den nächsten Wochen. Das Dezernat für Bildung, Immobilien und Neues Bauen hat grünes Licht gegeben – rund drei Jahre sind für die Maßnahme eingeplant.
Die ursprüngliche Idee war eigentlich simpel: Sanieren bei laufendem Schulbetrieb, aufgeteilt in drei Bauabschnitte. Klingt machbar – war es aber nicht. Lärm, Staub und vor allem die Entdeckung von Schadstoffen wie Asbest, polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), künstlichen Mineralfasern (KMF), Schwermetallen wie Blei und polychlorierten Biphenylen (PCB) machten dem Plan einen dicken Strich durch die Rechnung. Ein Baustopp wurde verhängt, und die Schülerinnen und Schüler mussten raus.
Seit dem laufenden Schuljahr ist die JLS komplett in die Lateral Towers in der Elisabeth-Norgal-Straße ausgelagert. Dort hat die Schule gemeinsam mit dem Neuen Gymnasium Frankfurt und dem Stadtgymnasium Frankfurt eine vorübergehende Bleibe in der ehemaligen „Neuen Börse“ gefunden – aufwendig modernisiert und als gemeinsamer Bildungscampus genutzt.
Und genau das macht jetzt den Unterschied. Weil kein Unterricht mehr im Hauptgebäude stattfindet, kann ganztags gearbeitet werden – laute Arbeiten müssen nicht mehr auf den Nachmittag verschoben werden. Das Ergebnis: Die Sanierungszeit verkürzt sich voraussichtlich von viereinhalb Jahren auf nur noch drei Jahre. Ein echter Gewinn für alle Beteiligten!
Was wird alles gemacht? Jede Menge! Im Hauptgebäude der 1956 errichteten, denkmalgeschützten Berufsschule wird der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht, Schadstoffe werden beseitigt, Leitungen erneuert sowie Heizungs- und Sanitäranlagen modernisiert. Auch das marode Dach bekommt eine Frischzellenkur.
Weil die JLS seit vielen Jahren schon mit Platzproblemen kämpft, wird parallel dazu die ehemalige Friedrich-Stoltze-Schule in der Seilerstraße 36 aufwendig kernsaniert – das läuft bereits seit Februar 2025. Neben Brandschutzverbesserungen und statisch notwendigen Grundrissänderungen entsteht dort auch ein neuer Anbau mit drei Vollgeschossen auf einem Kellergeschoss. Insgesamt 15 Klassenräume für jeweils bis zu 30 Schülerinnen und Schüler werden in dem Gebäude entstehen. Die Kosten für Umbau und Sanierung dieses Standorts belaufen sich auf rund 26,3 Millionen Euro.
Voraussichtlich ab Ende 2027 steht die sanierte Außenstelle dann zur Verfügung. Rund 450 Schülerinnen und Schüler – ein großer Teil der gesamten Schülerschaft – werden laut Bildungsdezernat nach Abschluss der Maßnahme dorthin zurückkehren. An der Julius-Leber-Schule werden unter anderem Arzthelfer und Kaufleute in Verkehrsberufen ausgebildet.
Die endgültige Kostensumme für die Sanierung des Hauptgebäudes steht noch nicht fest – ursprünglich waren rund 36 Millionen Euro veranschlagt worden.
Diese Sanierung zeigt: Frankfurt nimmt seine Schulen ernst und investiert in die Zukunft junger Menschen. Auch wenn der Weg dahin steinig war – mit Baustopp, Schadstoffsanierung und Interimslösung – ist das Ergebnis am Ende das, was zählt: moderne, sichere Lernorte für rund 450 Schülerinnen und Schüler. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden – der Sound der Weltstadt berichtet weiter!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.