
Grillverbot in Frankfurt: Die Feuerwehr warnt vor Bränden durch Trockenheit – sogar parkende Autos können gefährlich werden. Was du jetzt wissen musst!
Die Sonne knallt, es ist warm und ein Grillabend klingt verlockend – aber Vorsicht! Wegen extremer Trockenheit gilt in Frankfurt aktuell ein Grillverbot. Und die Feuerwehr Frankfurt macht ernst: Der Slogan der Stunde lautet „Nicht rauchen, nicht grillen, nur chillen.“ Nahezu in ganz Hessen warnt der Deutsche Wetterdienst vor erhöhtem Waldbrandrisiko. Frankfurt und Wiesbaden gehen sogar noch einen Schritt weiter und haben ein offizielles Grillverbot verhängt.
Florian Ritter, Sprecher der Feuerwehr Frankfurt, macht deutlich: Es braucht keine riesige Unachtsamkeit, um in diesen Tagen einen Brand zu entfachen. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette reicht aus. Aber es geht noch weiter – selbst ein parkendes Auto kann zur Gefahr werden!
Wird ein Fahrzeug nach einer Fahrt auf trockenem Gras abgestellt, kann die aufgeheizte Unterseite des Autos den Untergrund entzünden. Klingt unglaublich, ist aber bittere Realität. Waldbesucher werden deshalb ausdrücklich gebeten, Zufahrtswege in die Wälder nicht zu blockieren und Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Flächen zu parken – so appelliert es auch das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.
Auch wer Unkraut in der Einfahrt abflammt, spielt mit dem Feuer – buchstäblich. „Da sind wir schon oft ausgerückt“, erklärt Ritter. Schnell greife das Feuer vom Boden auf die Hecke über, und von dort auf Gartenhütte oder Haus.
Was kannst du konkret tun? Ritter appelliert an alle Frankfurterinnen und Frankfurter: Wachsam bleiben und ruhig auch mal andere auf gefährliches Verhalten ansprechen. Eine kleine Portion Zivilcourage sei „ein riesengroßer Schlüssel“, so der Feuerwehrsprecher. Wer sieht, dass jemand grillt, raucht oder ein offenes Feuer macht, darf das gerne freundlich ansprechen. Jeder kann gerade einen wichtigen Beitrag leisten.
Und wer beim Spaziergang im Wald oder Park ein Feuer entdeckt – egal wie klein – sollte sofort den Notruf 112 wählen. „Es ist so trocken, es ist so heiß, und Feuer kann sich so schnell ausbreiten, dass man das unter Umständen dann nicht mehr kontrollieren kann“, warnt Ritter eindringlich. Löschversuche sind nur dann sinnvoll, wenn man sich dabei selbst nicht in Gefahr bringt.
Ein wichtiger Hinweis für alle, die zögern, die Feuerwehr zu alarmieren: Brandeinsätze sind nicht kostenpflichtig! Ritter betont ausdrücklich: „Keine falsche Scheu.“ Selbst wenn man ein kleines Feuer noch selbst löschen konnte, kann man der Feuerwehr einfach eine kurze Rückmeldung geben. Lieber einmal zu oft angerufen als einmal zu wenig.
Frankfurt erlebt gerade eine echte Hitze- und Trockenheitsphase, die uns alle in die Pflicht nimmt. Kein Grillen, keine Zigaretten wegwerfen, kein Abflammen von Unkraut – und das Auto bitte nicht auf trockenem Gras parken. Passt aufeinander auf, bleibt wachsam und genießt den Sommer trotzdem – einfach ohne offenes Feuer. Das ist der Sound einer verantwortungsvollen Weltstadt!






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