
Pegasus-Airbus rollt am Frankfurter Flughafen in falscher Richtung auf die Startbahn – Fluglotsen greifen rechtzeitig ein.
Leute, das gibt’s nicht oft, aber wenn, dann richtig: Am Frankfurter Flughafen ist vergangene Woche ein Passagierflugzeug auf der Startbahn in die komplett falsche Richtung gerollt. Ausgerechnet auf Deutschlands größtem Airport, direkt vor unserer Haustür! Wir sagen euch, was da am Dienstag, den 20. Oktober, wirklich los war.
Ein Airbus A321neo der türkischen Fluggesellschaft Pegasus Airlines mit dem Kennzeichen TC-RDO sollte als Flug PC996 von Frankfurt nach Istanbul starten. Die Maschine war über den Rollweg S auf die Startbahn 18 gefahren, rund 1.260 Meter hinter deren Anfang, und bekam die Startfreigabe für die südliche Richtung. Doch statt geradeaus loszulegen, schwenkte der Jet nach rechts – Kurs Richtung Norden, also genau die Gegenrichtung zur freigegebenen Bahn 36.
Die Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) hatten das Malheur aber sofort im Blick. Ein Sprecher der DFS bestätigte, dass der Start bei einer Geschwindigkeit von rund 65 km/h abgebrochen wurde. Nach Angaben von express.de war die Maschine zu diesem Zeitpunkt bereits mit etwa 35 Knoten über Grund unterwegs. Nach rund 530 Metern rollte der Airbus am Rollweg M von der Piste und wurde zurück zum Holding Point S gelenkt.
Nach dem kurzen Schreckmoment war an Bord alles wieder im Lot: Etwa sieben Minuten nach dem Zwischenfall hob der Flieger ganz regulär in die vorgesehene südliche Richtung ab und flog ohne weitere Probleme weiter nach Istanbul. Verletzt wurde laut express.de niemand, auch am Flugzeug selbst gab es keine Schäden.
Ein Sprecher der DFS nannte den Vorfall gegenüber t-online „wirklich außergewöhnlich“. Seine Worte: „Das geschieht nicht häufig, schon gar nicht in Deutschland.“ Eine akute Gefährdung habe es aber nicht gegeben, weil die Lotsen alles rechtzeitig unter Kontrolle hatten.
Trotzdem ist so ein Manöver kein Kleinkram. Wenn sich ein Flugzeug auf der Startbahn falsch ausrichtet, gilt das grundsätzlich als sicherheitsrelevant – auch wenn am Ende alles glimpflich ausgeht.
Die DFS hat den Vorfall an die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig gemeldet. Ob und wie gründlich die Behörde ermittelt, entscheidet laut DFS die BFU ganz allein. Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte lediglich, dass es am Dienstag „einen Vorfall“ gegeben habe, nannte aber keine weiteren Hintergründe dazu.
Ob am Himmel oder auf der Startbahn – in Frankfurt ist eben immer was los. Gut, dass die Fluglotsen in diesem Fall hellwach waren und Schlimmeres verhindert haben. Wir bleiben für euch dran, sobald es Neuigkeiten von der BFU gibt. Das beste Programm im Main-Gebiet hört ihr natürlich weiterhin bei uns – jetzt reinhören!






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