
Frankfurts Wasserspiele laufen 2026 bereits 90 Tage – doppelt so lang wie 2023! Wie die Technik dahinter funktioniert und was das kostet, erfährst du hier.
Frankfurt macht’s nass – und das richtig lange! Die sechs Wasserspielanlagen in unserer Stadt sind in diesem Sommer bereits an 90 Tagen in Betrieb gewesen. Das ist doppelt so viel wie im Jahr 2023! Und weil die Saison noch bis Mitte September läuft, könnten noch rund 20 weitere Tage dazukommen. Kurz gesagt: Frankfurt lebt den Sommer in vollen Zügen!
Mitten im Günthersburgpark lud das Grünflächenamt zum Pressetermin, um die Technik hinter den beliebten Wasserspielen vorzustellen. Die Anlage dort misst stolze 35 Meter im Durchmesser, hat drei rote Wellen in der Mitte – die größte davon sogar mit Rutschbahn – und wird von Figuren gesäumt, die seit 1983 dort stehen. Kein Wunder, dass es Kinder und Familien immer wieder hierher zieht!
Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodriguez (Grüne) war persönlich vor Ort – und hatte ihren vierjährigen Sohn Sebastián dabei, der begeistert auf den Figuren herumkletterte. Zapf-Rodriguez betonte: „Frankfurt hat sechs solcher Wasserspielanlagen und ein Planschbecken im Lohrpark. Ich glaube, das hat keine andere Großstadt.“ Für sie ist klar: Gerade an heißen Sommertagen ist es wichtig, dass sich Familien und Kinder kostenlos erfrischen können.
Aber wie bleibt das Wasser eigentlich sauber, wenn täglich Hunderte Kinder darin planschen? Tobias Fielenbach vom Grünflächenamt erklärt das System: Das gebrauchte Wasser fließt zunächst in eine unterirdische Vorkammer, wo sich grober Schmutz absetzt – Sand, Erde und alles, was Kinder so ins Wasser werfen. Dazu kommt Fett aus Sonnencreme, das später die Rohre verstopfen kann.
Danach gelangt das Wasser ins unterirdische Schwallwasserbecken und von dort ins Pumpenhaus – genaugenommen ein Filterhaus. Zwei große, gelbe Tonnen, gefüllt mit Sand bis auf 1,5 Meter Höhe, filtern das Schmutzwasser. Unten fließt klares Wasser heraus und geht zurück in den Kreislauf. Zusätzlich wird der pH-Wert angepasst und bei Bedarf Chlor zugegeben. Sensoren messen die Wasserqualität rund um die Uhr, dazu kommen zweimal täglich händische Proben durch die Mitarbeiter.
Besonders clever: Die Pumpen laufen die ganze Nacht durch, damit das Wasser im Reinigungskreislauf bleibt. „Tagsüber könnten wir den Schmutz gar nicht vollständig herausfiltern“, gibt Fielenbach offen zu. Denn an heißen, wolkenlosen Tagen – und davon gab es in diesem Sommer viele – ist der Eintrag einfach zu groß.
Sechs Mitarbeiter des Grünflächenamts sind ausschließlich für die Wasserspiele zuständig. Jeden Morgen ab 6 Uhr werden die Anlagen in Betrieb genommen, täglich zwei Proben gezogen, kleine Schäden behoben – und abends alles wieder abgestellt. Im Winter werden Pumpen und Filter ausgebaut und gewartet. „Uns wird nicht langweilig“, sagt Mitarbeiter Peter Kienzle mit einem Schmunzeln.
Im Schnitt verbraucht jede der sechs Anlagen pro Saison rund 3.500 Kubikmeter Wasser. Die Betriebs- und Energiekosten liegen bei 73.000 Euro. Die 2023/24 erneuerte Anlage im Günthersburgpark setzt dabei auf größere Filter und leistungsfähigere Pumpen – so wird Wasser wiederverwertet und Energie gespart. Zapf-Rodriguez ist stolz: „Natürlich muss die Wasserqualität stimmen, und wir wollen auch kein Trinkwasser verschwenden.“
90 Tage Wasserspaß, sechs Anlagen, ein Planschbecken und ein Team, das täglich im Einsatz ist – Frankfurt zeigt, wie Großstadtsommer geht! Ob ihr also mit den Kleinen in den Günthersburgpark wollt oder einfach selbst mal die Füße reinhalten möchtet: Schaut vorbei, solange die Saison noch läuft. Der Sound der Weltstadt ist in diesem Sommer eindeutig das Plätschern der Wasserspiele!






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