
Der Frankfurter Verein „Zan
Wenn über Afghanistan berichtet wird, dominieren meist Bilder von Unterdrückung und Terror. Nadia Qani kennt diese Bilder – und sie will mehr. Die Frankfurter Vereinsgründerin sagt es klar: „Afghanische Frauen sind nicht nur Opfer von Unterdrückung.“ Genau dieser Gedanke ist der Kern ihrer Arbeit – und jetzt setzt sie mit einem brandneuen Preis ein starkes Zeichen in der Mainmetropole.
Qani selbst flüchtete 1980 aus Afghanistan nach Deutschland. Sie weiß aus eigener Erfahrung, welche Hürden Frauen mit Migrationsgeschichte nehmen müssen. Aus dieser Erfahrung heraus gründete sie vor 25 Jahren den Verein „Zan“ – das persische Wort für „Frau“ – in Frankfurt. Seitdem hat der Verein Hunderte von Frauen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben begleitet.
Der Verein mit Sitz an der Mainzer Landstraße ist fest in der Frankfurter Community verwurzelt. Das Angebot ist konkret und praxisnah: Sprachkurse, individuelle Beratung und Projekte zur beruflichen Integration. Das Ziel dahinter ist klar formuliert: „Besonders wichtig ist uns, Frauen zu stärken, damit sie ihre Interessen selbst vertreten und aktiv an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen können“, so Qani.
Dabei verliert der Verein die aktuelle Weltlage nicht aus dem Blick. Seit der Machtübernahme der Taliban erleben afghanische Frauen den systematischen Ausschluss aus Bildung, Beruf und öffentlichem Leben – fast täglich gibt es neue Nachrichten darüber. Doch Qani betont: Diese Berichte dürfen nicht das einzige Bild sein, das das Wesen und die Stärke afghanischer Frauen definiert.
Zum 25-jährigen Jubiläum von „Zan“ geht der Verein noch einen Schritt weiter: Erstmals wird ein Gründerinnenpreis ausgelobt – und der trägt den Namen der Frau, die ihn ins Leben gerufen hat. Der Nadia-Qani-Preis richtet sich bundesweit an afghanische Frauen in Deutschland, die in den vergangenen fünf Jahren ein Unternehmen gegründet haben.
Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro. Dazu gibt es ein persönliches Mentoring durch Nadia Qani selbst, die sich über die Jahre ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat und den AHP kultursensiblen Pflegedienst betreibt. Ein starkes Paket für Frauen, die mutig vorangehen!
Die Jury des Preises kann sich sehen lassen. Neben Nadia Qani sitzen darin die ehemalige Bundeswirtschaftsministerin und Angel-Investorin Brigitte Zypries, die Unternehmerin Angelika Zülch-Busold von Wacker’s Kaffee sowie Shila Zare von der Apfel Apotheke Frankfurt. Namen mit Gewicht – und mit einer klaren Botschaft: Unternehmerinnentum kennt keine Herkunftsgrenzen.
Bewerbungen sind noch bis zum 5. September über die Webseite des Preises möglich. Die Preisverleihung steigt dann am 10. September – passend zum Jubiläumsfestakt von „Zan“ in Frankfurt. Ein Abend, der Erfolgsgeschichten ins Rampenlicht rückt und Mut macht.
Der Sound der Weltstadt ist auch der Sound von Vielfalt, Stärke und Zusammenhalt. Was Nadia Qani und ihr Team mit „Zan“ seit 25 Jahren aufbauen, ist echtes Frankfurter Engagement – nah an den Menschen, nah an der Realität. Wer eine in Frage kommende Unternehmerin kennt, sollte jetzt den Link weiterschicken. Diese Chance verdient Aufmerksamkeit!






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