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Frankfurter Kliniken 2025: Wer schreibt Gewinne – und wer kämpft ums Überleben?

Frankfurter Kliniken 2025 im Check: Das Uniklinikum kämpft mit einem Defizit im hohen zweistelligen Millionenbereich, während Bürgerhospital und Agaplesion…

Redaktion
·
24. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 38 Minuten

Rotes und schwarzes Zahlenwerk: So geht es Frankfurts Krankenhäusern

Gesundheitsreform, Fachkräftemangel, explodierende Tarifkosten – die Frankfurter Krankenhauslandschaft steht unter Dauerdruck. Die Jahresergebnisse 2025 zeigen jetzt schwarz auf weiß, wie unterschiedlich die Kliniken in und um Frankfurt mit diesen Herausforderungen umgehen. Von satten Überschüssen bis hin zu tiefroten Zahlen ist alles dabei. Wir haben die wichtigsten Fakten für euch zusammengefasst!

Uniklinikum trifft es am härtesten

Das Frankfurter Universitätsklinikum hat das Jahr 2025 mit einem Defizit im hoch zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen – und das ist kein kleines Ausrufezeichen. Als direkte Konsequenz hat das Land Hessen, dem die Klinik gehört, eine Unternehmensberatung damit beauftragt, Einsparpotenziale zu ermitteln. Im Raum steht dabei der Abbau von rund 500 Stellen. Das Uniklinikum verweist seit Jahren darauf, dass dort überdurchschnittlich viele komplizierte Fälle behandelt werden – deren Behandlung sei teuer, werde aber mit der gleichen Pauschale vergütet wie die Behandlung von Standardpatienten. Eine Schieflage, die sich im Ergebnis brutal bemerkbar macht.

Varisano: Hoffnungsschimmer in Höchst

Auch der Klinikverbund Varisano, an dem die Stadt Frankfurt zu 50 Prozent beteiligt ist, schreibt weiter rote Zahlen. Doch es gibt zumindest einen Lichtblick: Das Klinikum Höchst konnte sein Defizit mehr als halbieren – von 23,1 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 11,2 Millionen Euro in 2025. Laut Geschäftsführer Michael Osypka haben steigende Fallzahlen dazu beigetragen, unter anderem durch mehr Geburten, weil andernorts Geburtskliniken geschlossen wurden. Auch die Verlegung der Pneumologie vom Krankenhaus Hofheim nach Höchst habe die Entwicklung positiv beeinflusst. Der Neubau des Klinikums ist allerdings noch nicht abgeschlossen – der zweite Bauabschnitt lässt weiter auf sich warten.

Schlechter sah es dagegen bei den beiden Kliniken des Main-Taunus-Kreises aus: Das Minus stieg von 11,4 Millionen Euro (2024) auf 12,4 Millionen Euro (2025). Das Defizit des Gesamtkonzerns lag mit 23,2 Millionen Euro zwar deutlich unter den 34,3 Millionen Euro des Vorjahres – zufrieden sind Osypka und Mit-Geschäftsführer Patrick Frey damit aber nicht. Ziel bleibt: das Defizit gegen Null zu führen.

Stiftung Hospital zum Heiligen Geist: Plus nur dank Grundstücksverkauf

Die Stiftungsgruppe Hospital zum Heiligen Geist, zu der neben dem gleichnamigen Krankenhaus auch das Nordwestkrankenhaus, Seniorenheime und Fachärztezentren gehören, hat 2025 mit einem Plus von 17,9 Millionen Euro abgeschlossen. Klingt gut – hat aber einen Haken: Dieses Ergebnis ist nur einem Grundstücksverkauf zu verdanken. Aus dem reinen Geschäftsbetrieb heraus hätte ein negatives Ergebnis resultiert. Immerhin wäre selbst dieses besser gewesen als das aus 2024 (minus 18,6 Millionen Euro). Besonders hervorzuheben ist das Nordwestkrankenhaus, das sein Defizit von minus 6,2 Millionen Euro auf nur noch minus 53.000 Euro drastisch reduzieren konnte. Auch das Hospital zum Heiligen Geist verbesserte sich – von minus 3,8 auf minus 2,6 Millionen Euro. Höhere Patientenzahlen machen den Unterschied. Ein allgemeiner Stellenabbau sei laut Stiftung nicht vorgesehen.

Bürgerhospital und Agaplesion schreiben schwarz

Und dann gibt es die erfreulichen Ausnahmen: Das Bürgerhospital und das Clementine Kinderhospital haben das Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Als Grund nennt ihr Sprecher die „steigende Nachfrage“ – vor allem in den Bereichen Geburtshilfe, Chirurgie, Augenheilkunde sowie Kinder- und Jugendmedizin. Auch der Agaplesion-Konzern, zu dem unter anderem das Markus- und das Bethanienkrankenhaus gehören, hat 2025 einen Überschuss von 28,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Zu Agaplesion gehören Seniorenheime, medizinische Versorgungszentren und 20 Kliniken, die allein rund zwei Drittel des Umsatzerlöses ausmachen. Welchen Teil die Frankfurter Häuser dazu beitragen, weist der Geschäftsbericht nicht gesondert aus.

Frankfurt zeigt Stärke – auch abseits der Kliniken

Frankfurt ist eine Stadt, die immer wieder zeigt, wie viel Kraft und Kreativität in ihr steckt – auch in schwierigen Zeiten. Das gilt nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern auch für Kunst und Kultur. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, feiert das Weltkulturenmuseum Frankfurt starke Heldinnen aus der afrikanischen Comic-Welt und setzt damit ein klares Zeichen für Vielfalt und Inklusion – genau das, was diese Stadt ausmacht.

Der Sound der Weltstadt ist eben mehr als Musik: Es ist das Zusammenspiel aus Herausforderung, Resilienz und dem Willen, weiterzumachen. Jetzt reinhören – und dran bleiben, wie sich die Frankfurter Kliniken weiterentwickeln!

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