Studio-Hotline 069–669 669 0

Frankfurt und die USA: Diese Ausstellung zeigt eure gemeinsame Geschichte!

Die Ausstellung „Mehr als Hessian Mercenaries und Elvis Presley

Redaktion
·
28. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 31 Minuten

Mehr als 300 Jahre Freundschaft über den Atlantik

Wusstet ihr, dass Frankfurt einmal als die „amerikanischste Stadt Deutschlands“ galt? Klingt verrückt, ist aber wahr! Und genau diese faszinierende Geschichte könnt ihr jetzt im Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt hautnah erleben. Noch bis zum 23. September läuft dort die Wanderausstellung „Mehr als Hessian Mercenaries und Elvis Presley“ – organisiert vom Hessischen Institut für Landesgeschichte in Marburg. Jetzt reinhören und mehr erfahren – oder noch besser: direkt hingehen!

Was steckt hinter dem rätselhaften Titel?

Der Titel klingt erstmal komisch – aber dahinter steckt jede Menge spannende Geschichte. Als „Hessian Mercenaries“, also hessische Söldner, wurden die rund 17.000 Männer bezeichnet, die Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel im Jahr 1776 an Großbritannien überließ. Die Briten setzten sie gegen die um ihre Unabhängigkeit kämpfenden Amerikaner ein. Und Elvis Presley? Der King himself leistete von 1958 bis 1960 seinen Militärdienst in Friedberg ab – und wohnte währenddessen im benachbarten Bad Nauheim. Hessen und die USA: Das war also schon immer eine ganz besondere Beziehung!

Frankfurt – die amerikanischste Stadt Deutschlands

In der Ausstellung ist die Wanderschau in die schon laufende Fotoschau „Frankfurt went West“ integriert, mit Fotografien von Mickey Bohnacker. Die Bilder zeigen Frankfurt in den Jahren 1945 bis 1965 – einer Zeit, in der die Stadt am Main tief amerikanisch geprägt war. Amerikanische Truppen waren hier stationiert, der Jazz hielt Einzug, und selbst die Architektur wurde als „amerikanisch“ empfunden. Frankfurt war damals wirklich eine Stadt zwischen zwei Welten.

Tiefe Wurzeln: Jahrhunderte alte Verbindungen

Doch die Verbindungen gehen noch viel weiter zurück! Bereits 1633 wurde in Frankfurt eine Schrift gedruckt, die die Vorzüge der Übersee-Expansion und die Gewinnmöglichkeiten für Händler und Kolonisten beschrieb. Und William Penn – der Namensgeber für den US-Bundesstaat Pennsylvania – war 1677 persönlich in Frankfurt zu Gast und warb um Siedler für seine Musterkolonie. Philadelphia, die Hauptstadt Pennsylvanias, ist Frankfurt heute in einer Städtepartnerschaft verbunden.

Besonders bewegend: der in Gießen geborene Christoph Ludwig, Sohn eines Bäckermeisters. Er soll Spenden für amerikanische Kämpfer gesammelt, in Gefangenschaft geratene Söldner zum Frontwechsel aufgerufen und bei der Mehl- und Brotversorgung des Militärs geholfen haben – was ihm den Respekt von George Washington einbrachte. Viele hessische Einwanderer standen im Unabhängigkeitskrieg auf der Seite der Amerikaner.

Begleitbuch und weitere Stationen

Zur Ausstellung ist auch ein Sammelband mit dem gleichnamigen Titel im Verlag Waldemar Kramer erschienen. Herausgegeben haben ihn Holger Gräf, Mitarbeiter am Institut für Landesgeschichte in Marburg, und Projektmitarbeiterin Christina Stehling – basierend auf einer Tagung im vergangenen Jahr in Bad Homburg. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, findet hier jede Menge Lesestoff!

Nach Frankfurt macht die Wanderausstellung übrigens noch weitere Stationen: Sie ist anschließend in den Staatsarchiven Darmstadt und Marburg sowie in verschiedenen Museen zu sehen.

Unbedingt hingehen!

Die Schautafeln erzählen Geschichten, die zeigen, wie tief und fest die Brücke zwischen Hessen und den USA wirklich ist – trotz aller Auf und Abs in mehr als drei Jahrhunderten. Der Sound der Weltstadt Frankfurt hat eben transatlantische Wurzeln! Also: Schnappt euch eure Freunde und macht einen Ausflug ins Institut für Stadtgeschichte. Die Zeit läuft – nur noch bis zum 23. September!

Quellen

Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Radio Frankfurt

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.