
Frankfurt wirbt in Tokio um Robotik-Firmen – mit Erfolg! OB Mike Josef und die Wirtschaftsförderung FrankfurtRheinMain haben bereits drei japanische…
Der Sound der Weltstadt trägt sich weit – bis nach Japan! Oberbürgermeister Mike Josef ist mit einer Frankfurter Delegation nach Tokio gereist, um japanische Unternehmen für die Rhein-Main-Region zu begeistern. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: In diesem Jahr haben sich bereits drei japanische Firmen mit Unterstützung der FrankfurtRheinMain GmbH hier angesiedelt. Ein starkes Zeichen für Frankfurt als internationalen Wirtschaftsstandort!
Aber warum ausgerechnet Tokio – und warum jetzt? Eric Menges, Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft FrankfurtRheinMain GmbH, macht keinen Hehl daraus, wie hart der Wettbewerb ist: „Quasi jeden Tag kommt irgendeine Delegation nach Tokio und versucht genau das Gleiche.“ Um aus der Masse herauszustechen, setzt die regionale Wirtschaftsförderung diesmal bewusst auf ein Zukunftsthema: Robotik und Künstliche Intelligenz. Ein cleverer Schachzug – denn genau hier liegen die Stärken beider Länder.
Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter japanischer Unternehmen und Start-ups kamen zu einem Wirtschaftsseminar zusammen, bei dem OB Mike Josef für die Gemeinsamkeiten der beiden Wirtschaftsstandorte warb. Sein Argument: „Frankfurt und Tokio verbindet viel.“ Beide Metropolen sind bedeutende Finanzzentren und internationale Knotenpunkte für Handel und Logistik. Und die Zahlen sprechen für sich – mehr als 350 japanische Unternehmen sind bereits in Frankfurt/Rhein-Main ansässig, rund 5.500 Japanerinnen und Japaner leben in der Region.
Einen besonders spannenden Beitrag lieferte Debora Clever, Professorin für Robotiksysteme an der TU Darmstadt. Aus dem 28. Stock mit Blick über Tokio erklärte sie, was KI in der Robotik wirklich leisten kann: Roboter erkennen ihre Umgebung besser, optimieren Bewegungen und planen komplexe Aufgaben. Doch Clever stellte auch eine kritische Frage in den Raum. In sozialen Medien sehe sie humanoide Roboter „tanzen, kämpfen, rennen“ – ihre Gegenfrage dabei sei immer: „Und wo ist der Wert?“
Für sie ist klar: Neue Technik muss einen echten Nutzen haben – für Unternehmen und für die Menschen, die mit ihr arbeiten. Forschung dürfe deshalb nicht bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen enden, sondern müsse „in die Gesellschaft, in die Industrie“ gelangen. Deutschland und Japan hätten dabei viel gemeinsam – beide Länder verfügen über große Erfahrung mit dem sicheren Einsatz von Robotern in der Industrie. Clever sieht hier echtes Potenzial für eine engere Zusammenarbeit, besonders auch beim Schutz vor Cyberangriffen, der mit der zunehmenden Verbindung von Robotik und KI immer wichtiger wird.
Dass FrankfurtRheinMain schon seit Jahren in Japan mit einem eigenen Büro vertreten ist, zeigt: Das ist keine einmalige Aktion, sondern eine langfristige Strategie. Und Eric Menges bleibt optimistisch: „Trotz komplexer Rahmenbedingungen und einem herausfordernden globalen Umfeld genießt Deutschland in Japan ein hohes Ansehen.“ Drei neu angesiedelte japanische Unternehmen in diesem Jahr sind der beste Beweis dafür, dass diese Strategie aufgeht.
Frankfurt zeigt mal wieder, warum wir mehr sind als nur Finanzplatz und Flughafen. Die Stadt denkt groß, handelt international und bringt das beste Programm im Main-Gebiet auch auf die Weltbühne. Neugierig, wie sich Frankfurt weiterentwickelt? Bleib dran – wir halten euch auf dem Laufenden!






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