
Fische im Ostparkweiher unter Strom? Die Deutsche Bahn untersucht den Fischbestand für den Bau der Nordmainischen S-Bahn. Was dahintersteckt, erfährst du hier!
Wer dieser Tage am Ostparkweiher spazieren geht, könnte sich wundern: Hier wird tatsächlich der Fischbestand unter Strom gesetzt – und das ist kein Scherz! Die Deutsche Bahn untersucht am Mittwoch, 22. Juli, den Weiher im Ostpark, und das hat einen ganz konkreten Grund: der Bau der Nordmainischen S-Bahn. Frankfurt, ihr hört es hier zuerst – euer Lieblings-Stadtpark spielt eine wichtige Rolle bei einem der größten Infrastrukturprojekte der Region!
Keine Sorge, den Fischen passiert dabei nichts! Bei der sogenannten Elektrobefischung werden die Tiere mithilfe eines schwachen elektrischen Feldes kurzzeitig betäubt. Danach werden sie bestimmt – also quasi gezählt und unter die Lupe genommen – und anschließend direkt wieder ins Wasser entlassen. Laut Deutscher Bahn gilt das Verfahren als besonders schonend. Durchgeführt wird es ausschließlich von geschulten Fachkräften. Die Fische im Ostparkweiher sind also in guten Händen!
Hinter der Aktion steckt mehr als nur ein kurzer Tauchgang ins Ökosystem Weiher. Die gewonnenen Daten fließen in ein limnologisches Gutachten ein – das klingt kompliziert, ist aber im Grunde eine genaue Bestandsaufnahme: Wie gesund ist der Ostparkweiher? Welche Pflanzen und Tiere leben dort? Diese Infos sind entscheidend, weil beim Bau der Nordmainischen S-Bahn am Danziger Platz eine Baugrube trockengelegt werden muss. Dafür wird Grundwasser abgepumpt – und genau das könnte den Wasserspiegel im Ostparkweiher beeinflussen.
Damit der Weiher nicht einfach austrocknet oder Schaden nimmt, soll das abgepumpte Grundwasser bei Bedarf direkt wieder in den Weiher eingeleitet werden. Damit das sicher klappt, braucht es klare Grenzwerte und eine enge Abstimmung mit den Behörden – genau dafür ist das Gutachten da. Kurz gesagt:
Aber warum der ganze Aufwand? Die Nordmainische S-Bahn ist ein echtes Großprojekt für den Frankfurter Nahverkehr. Die neue Strecke soll Frankfurt Ost über Maintal bis nach Hanau verbinden – zweigleisig und elektrifiziert. In den Hauptverkehrszeiten sollen die Züge künftig alle 15 Minuten fahren. Das bedeutet: deutlich mehr Takt, deutlich mehr Komfort für alle Pendlerinnen und Pendler im Main-Gebiet.
Das Projekt ist Teil des Infrastrukturprogramms „Frankfurt RheinMain plus“ und ein wichtiger Baustein der geplanten Mobilitätswende sowie des Deutschlandtakts. Frankfurt wächst – und der öffentliche Nahverkehr soll mithalten. Der Sound der Weltstadt braucht eben auch die passende Infrastruktur!
Ob Fischbestand oder Fahrplan – hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Elektrobefischung im Ostparkweiher zeigt, wie sorgfältig bei einem solchen Megaprojekt vorgegangen wird. Natur und Nahverkehr sollen Hand in Hand gehen. Wir finden: Das ist ein Zeichen dafür, dass Frankfurt seine grünen Oasen ernst nimmt – auch mitten im größten Bauprojekt der Region. Bleibt gespannt, wie es weitergeht, und hört rein bei Radio Frankfurt – das beste Programm im Main-Gebiet!






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