Brand an Frankfurter Schule: Ukraine-Hilfsgüter verbrannt, Staatsschutz ermittelt wegen möglicher Brandstiftung. Alle Fakten zum Großeinsatz im Dornbusch.
Das ist bitter, Frankfurt! Auf dem Gelände der Viktor-Frankl-Schule im Stadtteil Dornbusch ist in der Nacht auf Freitag ein Feuer ausgebrochen – und es sieht ganz danach aus, als steckt Vorsatz dahinter. Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei sollen unbekannte Täter den Brand gelegt haben, wie die Frankfurter Polizei mitteilte. Das Feuer brach gegen 2:30 Uhr aus und erfasste das Erdgeschoss eines Nebengebäudes.
Und genau das macht die Sache so heikel: In dem betroffenen Gebäudeteil lagerte die Initiative „Frankfurt for Ukraine“ Sachspenden und Hilfsgüter, die in den kommenden Tagen in die Ukraine gebracht werden sollten. Weil dort Hilfsgüter für die Ukraine gelagert waren, wurde der Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden – der kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein politisches Motiv im Raum steht.
Was für ein Kraftakt für unsere Einsatzkräfte! Wie die tagesschau berichtet, waren rund 19 Stunden lang zahlreiche Frankfurter Feuerwehren und das Technische Hilfswerk mit insgesamt über 300 Einsatzkräften vor Ort. Die Löscharbeiten gestalteten sich kompliziert und konnten laut einer Mitteilung der Stadt vom Samstag erst gegen 21 Uhr beendet werden. Verletzt wurde zum Glück niemand – und weil in den Herbstferien kein Schulbetrieb lief, blieb die Gefahr für Schüler und Lehrer aus.
Die Flammen zerstörten den Lagerraum der Initiative „Frankfurt for Ukraine“ komplett – darunter alte Rollstühle, Windeln, Kerzenreste und sogar Feuerlöscher. Martin-Benedikt Schäfer, Frankfurter Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, zeigte sich laut tagesschau betroffen darüber, dass ausgerechnet Spenden für die Ukraine durch das Feuer zerstört wurden. Er machte sich am Freitag selbst vor Ort ein Bild von der Lage.
Auch die Politik hat sich eingeschaltet: Hessens Innenminister Roman Poseck erklärte, wer Hilfsgüter sammele und zur Verfügung stelle, übernehme in besonderer Weise Verantwortung. Sollte sich herausstellen, dass es sich bei dem Brand um einen gezielten Anschlag gegen den Ukraine-Hilfsverein handelt, wäre das laut Poseck eine besonders verwerfliche Tat, die sich nicht nur gegen fremdes Eigentum, sondern unmittelbar auch gegen Menschlichkeit und Solidarität richte. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Ermittler Brandursache und mögliche Motive aufklären und etwaige Täter zur Rechenschaft ziehen können.
Die Polizei bittet aktuell Zeugen, die Hinweise zum Tathergang oder zu den Tätern geben können, sich zu melden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens war zuletzt noch unklar.
Ein trauriger Fall für unsere Stadt – mitten in Frankfurt wird ausgerechnet das Hilfslager für die Ukraine zum Ziel eines mutmaßlichen Brandanschlags. Jetzt liegt es am Staatsschutz, Licht ins Dunkel zu bringen. Wir halten euch auf dem Laufenden – Radio Frankfurt, der Sound der Weltstadt.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.