Razzia in Frankfurt: Fünf Beschuldigte sollen seit 2021 illegales Online-Glücksspiel mit 5,86 Mrd. Euro Einsätzen betrieben haben.
Frankfurt hat’s wieder! Diesmal aber nicht wegen des besten Programms im Main-Gebiet, sondern wegen einer spektakulären Razzia: Ermittler aus Hessen und Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag mehrere Personen ins Visier genommen, denen gewerbs- und bandenmäßiges Anbieten von unerlaubtem Online-Glücksspiel sowie besonders schwere Steuerhinterziehung vorgeworfen wird. Das sind keine Kleinigkeiten – hier geht es um Milliarden!
Fünf Beschuldigte sollen seit mindestens Juli 2021 Glücksspiele im Internet organisiert haben – und das alles ohne die nötige deutsche Genehmigung. Was dabei zusammengekommen ist, lässt einem den Mund offen stehen: Die über das Netz getätigten Spieleinsätze beliefen sich allein bis Ende 2023 auf rund 5,86 Milliarden Euro. Ja, ihr lest richtig – Milliarden!
Doch damit nicht genug: Die fälligen Steuern auf diese enormen Gewinne sollen die Beschuldigten nicht vollständig oder sogar überhaupt nicht abgeführt haben. Allein für das Jahr 2024 wird ihnen ein Steuerschaden von 77,6 Millionen Euro zugerechnet. Das ist Geld, das der Allgemeinheit fehlt.
Was viele nicht wissen: Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat in diesem Fall mehr als drei Jahre lang verdeckt ermittelt. Drei Jahre Geduld, bis der große Schlag dann am Dienstag kam. Der Hauptbeschuldigte wurde in Frankfurt festgenommen – gegen ihn wurde ein Haftbefehl vollstreckt.
Insgesamt waren bei den elf Durchsuchungen in Deutschland – mit klarem Schwerpunkt in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet – stolze 100 Einsatzkräfte im Einsatz. Beteiligt waren die Steuerfahndungsstelle des Finanzamtes Frankfurt, das Frankfurter Polizeipräsidium sowie das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in Nordrhein-Westfalen.
Die Ermittler kamen nicht mit leeren Händen zurück: Im Rahmen der Durchsuchungen wurde ein Vermögensarrest über gut 82 Millionen Euro vollstreckt. Mehrere Luxusautos und diverse Konten wurden gepfändet. Wer beim illegalen Glücksspiel absahnt, muss am Ende eben doch abgeben – allerdings nicht freiwillig.
Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass Frankfurt nicht nur eine pulsierende Weltstadt mit Sound ist, sondern auch im Fokus großangelegter Kriminalitätsbekämpfung steht. Die enge Zusammenarbeit von Hessen und NRW macht deutlich: Wenn es um organisierte Finanzkriminalität geht, zieht Deutschland an einem Strang. Gut so! Die Ermittlungen laufen weiter – es bleibt spannend, was dabei noch ans Licht kommt.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.