
Am Flughafen Frankfurt wurde eine 62-jährige Deutsche festgenommen – wegen Drogenschmuggels aus dem Jahr 2006. Noch 1782 Hafttage stehen aus.
Manche Geschichten klingen wie aus einem Krimi – und genau so eine hat sich am Flughafen Frankfurt abgespielt. Eine 62-jährige Deutsche landete am 16. August mit einem Flug aus Ankara – und kaum war sie durch die Gangway, klickten die Handschellen. Die Bundespolizei nahm sie noch am Flughafen fest. Der Grund: Ein internationaler Haftbefehl der niederländischen Behörden wegen Drogenschmuggels.
Fast 20 Jahre lang war die Frau auf freiem Fuß. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht einfach abhängen – schon gar nicht, wenn man durch einen der meistfrequentierten Flughäfen der Welt einreist.
Was war passiert? Bereits im Mai 2006 soll die heute 62-Jährige als Mittäterin insgesamt 204 Kilogramm Heroin in die Niederlande gebracht haben. Ein Gericht in Amsterdam verurteilte sie dafür im Jahr 2011 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten.
Einen Großteil dieser Strafe hat sie bis heute nicht abgesessen. Satte 1782 Tage stehen noch offen – das sind knapp fünf Jahre hinter Gittern, die noch auf sie warten. Und genau deshalb fahndeten die niederländischen Behörden mit einem internationalen Haftbefehl nach ihr.
Die Bundespolizisten am Flughafen Frankfurt erkannten die gesuchte Frau bei der Einreisekontrolle und griffen unmittelbar durch. Nach der Festnahme brachten sie die 62-Jährige zum zuständigen Haftrichter am Amtsgericht. Dieser muss nun entscheiden, ob und wann eine Auslieferung an die Niederlande erfolgt.
Für die Frau bedeutet das: Nach fast zwei Jahrzehnten in Freiheit droht ihr nun der lang aufgeschobene Gefängnisaufenthalt. 1782 offene Hafttage – das ist keine Kleinigkeit.
Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Arbeit der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ist. Der Airport ist nicht nur ein Tor zur Welt – er ist auch ein Ort, an dem internationale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden täglich greifbare Ergebnisse liefert. Gesuchte Personen, offene Haftbefehle, internationale Fahndungen – all das läuft hier zusammen.
Für die 62-Jährige war die Landung in Frankfurt der Endpunkt einer langen Flucht. Was als ganz normale Einreise begann, endete mit Handschellen und einer ungewissen Zukunft vor Gericht. Frankfurt bleibt eben Frankfurt – hier passiert immer was. Jetzt reinhören und auf dem Laufenden bleiben mit dem besten Programm im Main-Gebiet!






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