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Fernrohr in die Vergangenheit: Frankfurt erinnert an die Synagoge Friedberger Anlage

Am 1. September wird an der Friedberger Anlage Frankfurts größte zerstörte Synagoge virtuell rekonstruiert.

Redaktion
·
24. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Stunden

Frankfurt blickt zurück – mit modernster Technik

Ein besonderer Abend steht Frankfurt bevor: Am Dienstag, 1. September, ab 18 Uhr wird an der Friedberger Anlage 5-6 eine eindrucksvolle Erinnerungsinstallation feierlich eröffnet. Die Initiative 9. November und das Fachgebiet Digitales Gestalten der TU Darmstadt präsentieren gemeinsam eine virtuelle Rekonstruktion der Synagoge Friedberger Anlage – der einst größten Frankfurter Synagoge, die die Nationalsozialisten 1938/39 zerstörten. Der Termin ist kein Zufall: Der 1. September ist der Jahrestag der Einweihung der Synagoge vor genau 119 Jahren.

Was euch dort erwartet

In der Grünanlage gegenüber dem Hochbunker erwartet euch ein beeindruckendes Programm, das Geschichte auf völlig neue Weise erlebbar macht. Drei verschiedene Installationen zeigen die aufwendige Rekonstruktion des zerstörten Bauwerks:

  • Das „Fernrohr in die Vergangenheit“: Von der gegenüberliegenden Straßenseite aus bekommt ihr einen Eindruck, wie die Synagoge heute an dieser Stelle aussehen würde.
  • Ein Rekonstruktionsfilm: Mit animierten Kamerafahrten und Hintergrundinformationen taucht ihr tief in die Geschichte des Gebäudes ein.
  • VR-Brillen: Wer die Synagoge räumlich und besonders eindrucksvoll erleben möchte, bekommt durch Virtual-Reality-Brillen das Gefühl, mittendrin zu sein.

Festakt mit prominenten Gästen

Zum Auftakt findet ein Festakt im Bunker statt. Mit dabei sind Renata Berlin vom Vorstand der Initiative 9. November, Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD), Marc Grünbaum als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Stephan Rapp von der Stiftung Giersch sowie TU-Dozent Marc Grellert. Ansprachen, Geschichte und moderne Technik – dieser Abend verbindet beides auf bemerkenswerte Weise.

Erinnerungsarbeit seit mehr als 30 Jahren

Die Installation ist kein einmaliges Event, sondern wird dauerhaft Teil der Ausstellung „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“ im Bunker. VR-Brillen und Film bleiben dort als fester Bestandteil erhalten. Damit reiht sich das Projekt in die mehr als 30 Jahre währende Erinnerungsarbeit der Initiative 9. November ein – einer Organisation, die in dem von den Nationalsozialisten errichteten Bau regelmäßig an deren Verbrechen und an die im Novemberpogrom 1938 zerstörte Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft erinnert.

Kommt vorbei – Geschichte hautnah erleben

Dieser Abend ist eine einmalige Chance, Frankfurts Geschichte auf eine völlig neue Art zu erleben. High-Tech trifft auf tiefes Gedenken – und das mitten in unserer Stadt. Markiert euch den 1. September im Kalender und seid dabei, wenn das „Fernrohr in die Vergangenheit“ Realität wird. Friedberger Anlage 5-6, ab 18 Uhr – wir sehen uns dort!

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