
Ab dem 12. November bringt „Viva Frida Kahlo“ die Raumfabrik in Frankfurt-Heddernheim zum Leuchten – mit riesigen Projektionen, VR und einem eigens…
Frankfurt, ihr wisst es: Der Sound der Weltstadt lebt von Abwechslung – und die gibt es ab November in der Raumfabrik in Heddernheim in großer Form! Wo bis vor Kurzem noch der Untergang der Titanic inszeniert wurde, übernimmt jetzt eine echte Ikone die Hallen: Frida Kahlo. Ab dem 12. November öffnet die immersive Ausstellung „Viva Frida Kahlo“ ihre Türen – und verspricht ein Farberlebnis, das ihr so schnell nicht vergessen werdet.
Die Ausstellung entführt euch direkt nach Mexiko: in die „Casa Azul“ in Coyoacán, das berühmte blaue Haus, in dem Frida Kahlo aufwuchs, litt und malte. Nach einem schweren Unfall in ihrer Jugend ans Bett gefesselt, begann Kahlo zu malen. Dieser biografische Wendepunkt ist der Ausgangspunkt der Schau – und ihr bekommt ihn hautnah zu spüren. Das Herzstück ist ein Showroom mit Hochleistungsprojektoren, die Kahlos Gemälde – im Original oft nur handtellergroß – auf bis zu 20 Meter breite und 5,5 Meter hohe Wände sowie auf den Boden werfen. Dazu gibt es eine erzählerische Dramaturgie, die sich an Kahlos Tagebucheinträgen orientiert: Eine Sprecherin führt in der Rolle der Künstlerin mit Originalzitaten durch die Jahrzehnte von den 1920ern bis in die 1940er Jahre – begleitet von einem eigens komponierten Soundtrack.
Eines ihrer bekanntesten Zitate bringt es auf den Punkt: „Ich bin nicht krank, ich bin zerbrochen. Aber solange ich malen kann, bin ich froh, dass ich am Leben bin.“
Das war noch nicht alles! Ergänzt wird das Erlebnis durch eine Virtual-Reality-Experience, die euch tief in die Traumwelten und Symbolik der Malerin eintauchen lässt. Dazu gibt es einen nachgebauten Innenhof der Casa Azul zum Verweilen – ein echter Ruhepol inmitten des Farbrausches. Wer die Titanic-Ausstellung in der Raumfabrik kennt, weiß: Große Projektionsflächen, raumgreifender Sound und ein Wechsel aus Ausstellungsraum und VR-Anwendung – das Konzept funktioniert, und es sorgte zuletzt für lange Schlangen vor der Raumfabrik.
Frida Kahlo gilt als bekannteste Malerin Lateinamerikas. Ihre kleinformatigen Selbstporträts erzählen von körperlichem und seelischem Leiden, von Trauer und unbändiger Zähigkeit. Über ihr Werk sagte sie selbst: „Sie hielten mich für einen Surrealisten, aber das war ich nicht. Ich habe nie Träume gemalt. Ich habe meine eigene Realität gemalt.“ Inspiration fand sie in der mexikanischen Folklore und den Farben der Natur – und machte sich mit dem traditionellen Tehuana-Kostüm selbst zur unverwechselbaren Figur.
Seit den 1980er-Jahren wird sie in den USA als Galionsfigur der mexikanischen Frauenbewegung gefeiert – wegen ihrer politischen Gesinnung, ihres Kampfs für Frauen, Indigene und Unterprivilegierte und ihrer Weigerung, sich von einer von Machismo geprägten Gesellschaft unterkriegen zu lassen. Auf dem Kunstmarkt erzielt ihr Werk mittlerweile Spitzenpreise: Das Gemälde „Raíces“ (Wurzeln) wechselte 2006 für 5,5 Millionen Dollar den Besitzer. Da die noch in Mexiko verbliebenen Bilder das Land laut einer Verfügung ihrer Erben nicht verlassen dürfen, setzt die Frankfurter Schau konsequent auf digitale Reproduktion der Originale – und macht daraus ein beeindruckendes Erlebnis.
Klingt nach einem Must-See? Ist es! Ab dem 12. November heißt es in der Raumfabrik in Frankfurt-Heddernheim: Farbrausch statt eisiges Atlantikwasser. Die Tickets sind bereits im Verkauf – also schnappt euch eure Karten, bevor die Schlangen wieder so lang werden wie bei der Titanic! Das beste Programm im Main-Gebiet kommt eben nicht nur aus dem Radio. 😉 Jetzt reinhören – und dann ab in die Ausstellung!






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