
Im Höchster Stadtpark sterben Enten unter rätselhaften Umständen – das Ordnungsamt vermutet Botulismus.
Was sich derzeit im Weiher des Höchster Stadtparks abspielt, macht betroffen: Jungenten können sich nicht mehr bewegen, trudeln hilflos im Wasser und ertrinken qualvoll – selbst im flachen Bereich. Mehrere tote Enten wurden bereits entdeckt, dazu geschwächte Jungvögel und verletzte Wasservögel. Die Situation gibt Rätsel auf und sorgt für Alarm bei Tierschützern vor Ort.
Martina Chane vom Frankfurter „Projekt Oase, Mensch und Tier im Einklang“ ist regelmäßig im Höchster Stadtpark unterwegs und beobachtet die beunruhigenden Vorgänge bereits seit mehreren Tagen. Sie dokumentiert jeden Fall und fordert lautstark eine umfassende Untersuchung der Ursachen. Denn klar ist: Hier läuft etwas gewaltig schief – und die Tiere leiden.
Das Ordnungsamt hat sich inzwischen eingeschaltet und hat einen konkreten Verdacht: Botulismus. Dabei handelt es sich um eine Vergiftung durch ein Bakterien-Toxin, das sich vor allem bei warmem Wetter in stehendem oder wenig durchströmtem Wasser bilden kann. Für Wasservögel kann das tödlich sein – sie nehmen das Gift über verunreinigtes Wasser oder Futter auf und entwickeln eine schleichende Lähmung, die sie bewegungsunfähig macht.
Botulismus bei Wasservögeln ist kein völlig unbekanntes Phänomen – besonders in heißen Sommermonaten kann es zu solchen Ausbrüchen kommen. Flache, warme Gewässer bieten ideale Bedingungen für das Bakterium. Die betroffenen Tiere wirken kraftlos, können den Kopf nicht mehr halten und ertrinken im schlimmsten Fall, obwohl sie eigentlich Schwimmvögel sind. Ein erschütterndes Bild, das sich im Höchster Stadtpark gerade wiederholt.
Martina Chane lässt nicht locker – sie fordert, dass die Ursachen endlich gründlich untersucht werden. Der Verdacht auf Botulismus muss bestätigt oder ausgeschlossen werden, damit die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden können. Der Höchster Stadtpark ist ein beliebtes Ausflugsziel für Frankfurter Familien, und der Weiher mit seinen Wasservögeln gehört fest dazu. Umso wichtiger ist es, dass jetzt schnell gehandelt wird.
Wenn ihr in der Nähe des Weihers seid und kranke oder tote Vögel entdeckt: Bitte nicht anfassen und direkt das Ordnungsamt oder die zuständigen Behörden informieren. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass den Tieren geholfen wird – und weitere Todesfälle verhindert werden.


„Dynamit auf Rädern



„Dynamit auf Rädern

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