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Eintracht-Nostalgie in Florstadt: 1350 Fans feiern ein unvergessliches Duell

1350 Fans feierten die Eintracht-Traditionsmannschaft in Nieder-Florstadt. Das enge Duell endete 4:3 – mit Legenden, Nostalgie und einem unvergesslichen Abend…

Redaktion
·
30. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 7 Stunden

Ein Abend für die Ewigkeit in der Wetterau

Was für ein Fußballabend! Am 28. August 2026 verwandelte sich der Waldsportplatz des FC Nieder-Florstadt in eine Bühne voller Emotionen, Legenden und echtem Lokalstolz. Die Traditionsmannschaft von Eintracht Frankfurt gastierte in der Wetterau – und 1350 Fans strömten zusammen, um dabei zu sein. Der Sound der Weltstadt hallte bis in die Wetterau!

Für gewöhnlich macht es Charly Körbel und seine Mitspieler bei solchen Auftritten gerne mal zweistellig. Doch der FC Nieder-Florstadt hatte sich ordentlich was vorgenommen – und das merkte man von der ersten Minute an.

Florstädter überraschen die Adlerträger

Das Florstädter Team, das von Sascha Hartmann und Sven Gottlieb gecoacht wurde, hatte seit Februar regelmäßig gemeinsam trainiert. Das Ziel war klar: nicht einfach nur mitspielen, sondern wirklich mithalten. Und das gelang eindrucksvoll! Stefan Heller und Thomas Östreich brachten die Gastgeber schon früh mit 2:0 in Führung. Sven Höller, der dem Fußball eigentlich schon vor zehn Jahren den Rücken gekehrt hatte und sonst als Langstreckenläufer für den LT Florstadt unterwegs ist, scheiterte beim Stand von 2:0 sogar noch am Pfosten.

Am Ende hieß es 3:4 (2:1) – ein hauchdünner Sieg für die Frankfurter Traditionsmannschaft. Der jüngste Akteur auf dem Platz, Sonny Kittel mit 33 Jahren, war der entscheidende Mann: Er traf zum Anschlusstreffer noch vor der Pause und erzielte per Linksschuss den späteren 4:3-Siegtreffer. Michael Guht schnürte zwischenzeitlich einen Doppelpack für Frankfurt. Für Florstadt traf Stefan Heller nach dem Seitenwechsel noch einmal zum 3:2 – der Kampfgeist war bis zum Schluss spürbar!

14 Pokalhelden und eine Legende aus Südkorea

Doch das Spiel allein war längst nicht alles. 14 Spieler der ruhmreichen FCN-Mannschaft, die 1973 als A-Ligist den Hessenpokal gewann, waren vor Ort. Karlheinz „Fuzzy“ Schleiter traute sich sogar fünf Minuten auf den Platz – mit 73 Jahren! Gemeinsam mit dem damaligen Torhüter Hubert Reuß sowie Eintracht-Ikonen Charly Körbel und Bum-kun Cha führte er symbolisch den Anstoß aus.

Cha, der 1980 den Europapokal mit Frankfurt gewann, hätte eigentlich sein Debüt für die Traditionsmannschaft geben sollen. Zum Einsatz kam er letztlich nicht – aber das störte die Fans kein bisschen. „Nein, stört mich überhaupt nicht. Für mich ist es Erlebnis genug, ihn hier sehen zu können“, sagte Zuschauer Joachim Kneisel aus Nieder-Mockstadt. Cha erfüllte in langen Hosen geduldig Foto- und Autogrammwünsche. Auch Legende Norbert Nachtweih und Weltfußballerin Birgit Prinz waren mit von der Partie – Erinnerungen pur!

Am FFH-Mikro bei Moderator Daniel Granitzny kam zudem Frankfurt-Boss Axel Hellmann zu Wort, bevor er den schwachen Start der Traditionself verfolgen musste.

Fußballschule, Hüpfburg und fast ein Fallschirmspringer

Vor dem Spiel gehörte der Platz ganz dem Nachwuchs: Im Rahmen der Kampagne „Eintracht in der Region“ durfte die Fußballschule der Frankfurter 40 Kinder des JFV Florstadt professionell anleiten. Eine Eventfläche mit Hüpfburg und Schussgeschwindigkeitsmessungen sorgte für zusätzlichen Spaß. Geplant war sogar ein Fallschirmspringer, der den Spielball bringen sollte – doch der Wind machte dem Spektakel leider einen Strich durch die Rechnung.

Dafür begeisterte der Rasen umso mehr: Trotz wochenlanger Sommerhitze befand er sich in erstaunlich gutem Zustand – dank eines alten Reservoirs im Wald, das der Verein zur Bewässerung nutzen darf.

Ein langer Abend, der noch lange nachhallt

FCN-Vorsitzender Christian Hilß zog am Ende ein rundum positives Fazit: „Es ist alles noch besser gelaufen, als wir uns das gedacht hatten. Für mich war es vor allem schön zu sehen, dass bestimmt 200 bis 300 Florstädter noch lange vor Ort waren und mit uns gefeiert haben.“ Auch einige Eintracht-Spieler blieben bis tief in die Nacht – Rudi Bommer und Alex Schur sollen die letzten Frankfurter gewesen sein.

Florstadt hat gezeigt, was echte Leidenschaft und gute Vorbereitung bewirken können. Und Frankfurt hat bewiesen, dass Nostalgie und Herzblut niemals aus der Mode kommen. Jetzt reinhören – und den Sound der Weltstadt jeden Tag bei Radio Frankfurt erleben!

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