
Eintracht-Mitgliederversammlung: Krösche nimmt emotionalen Abschied, Mitglieder stimmen für klare Haltung zur 50+1-Regel. Alle Infos bei Radio Frankfurt.
Liebe Adlerträger, das war eine Mitgliederversammlung zum Merken! Eintracht Frankfurt hat sich auf der Versammlung gleich mit mehreren großen Themen beschäftigt – und ihr, die Mitglieder, habt dabei klar Stellung bezogen. Der Sound der Weltstadt kommt eben nicht nur aus den Boxen, sondern auch aus der Jahrhunderthalle, wenn es um die Zukunft unserer Eintracht geht!
Im Mittelpunkt des Abends stand der Abschied von Sportvorstand Markus Krösche. Wie der Kicker berichtet, wurde der 46-Jährige von Präsident und Aufsichtsratsboss Mathias Beck auf die Bühne gerufen und mit Lob überhäuft – für den Gewinn der Europa League 2022 in Sevilla, den Einzug in die Champions League und große Transfers, die die Eintracht zu einer attraktiven Marke in Europa gemacht haben.
Krösche selbst fand emotionale Worte und bedankte sich bei den Mitgliedern für eine „besondere Reise“. Er betonte, dass ihm die „Durchschlagskraft“ fehle, um weiterhin den besten Job für den Klub zu machen – deshalb sei die Trennung nach knapp fünfeinhalb Jahren Zusammenarbeit der richtige Schritt gewesen. Die rund 1300 anwesenden Mitglieder in der Jahrhunderthalle erhoben sich und applaudierten laut Kicker fast zwei Minuten lang.
Auch Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann verabschiedete Krösche mit herzlichen Worten. Nach Kicker-Informationen wurde im Zuge der Trennung zudem eine Ablöse vereinbart, die ein neuer Klub bei einer Verpflichtung Krösches zahlen müsste – die Rede ist von einem Betrag zwischen vier und sechs Millionen Euro. Erste Gespräche mit möglichen Nachfolgekandidaten laufen laut Kicker bereits.
Neben dem emotionalen Abschied gab es aber auch handfeste Beschlüsse. Mathias Beck wurde als Präsident wiedergewählt, und die Mitglieder stimmten mit großer Mehrheit für einen Antrag zur 50+1-Regel. Wie absolutfussball.com berichtet, votierten 99,5 Prozent der Anwesenden für den Antrag, den Manuel Scheiler, Mitglied des Vorstands der Fan- und Förderabteilung, eingebracht hatte.
Der Antrag sieht vor, dass sich die SGE dafür einsetzt, die kartellrechtlichen Vorgaben des Bundeskartellamts zur 50+1-Regel vollständig umzusetzen. Diese Regel schreibt vor, dass die Mehrheit der Stimmrechte bei Bundesliga-Klubs weiterhin beim Mutterverein liegen muss, auch wenn Profiabteilungen als GmbH oder AG organisiert sind. Seit rund 30 Jahren sorgt die Regelung für Diskussionen im deutschen Profifußball.
Besonders brisant: Der Antrag enthält auch die Forderung, zu prüfen, ob rechtliche Schritte oder Regressforderungen gegen Klubs eingeleitet werden sollen, die gegen die 50+1-Regel verstoßen und sich dadurch Wettbewerbsvorteile verschaffen. Konkret gemeint sind damit Vereine mit Ausnahmeregelungen wie Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg, die laut absolutfussball.com zuletzt vom Kartellamt kritisiert wurden. Ob die Eintracht entsprechende Ansprüche tatsächlich belegen könnte, ist offen – wahrscheinlich wäre ohnehin die DFL der richtige Ansprechpartner. Klar ist aber: Der Beschluss der Mitglieder dürfte der Debatte um 50+1 neuen Schwung geben.
Eine Mitgliederversammlung mit Tiefgang: Auf der einen Seite der emotionale Abschied eines prägenden Sportvorstands, auf der anderen Seite eine klare Kampfansage in Sachen Fairness im deutschen Fußball. Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich auf dem Laufenden, wenn es um die Nachfolge von Krösche und die weiteren Entwicklungen rund um 50+1 geht. Jetzt reinhören und immer informiert bleiben!






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