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Eintracht Frankfurt U21: Niederlage, aber Aufwind nach starkem Comeback

Eintracht Frankfurt U21 verliert gegen die Stuttgarter Kickers 2:3 – doch der Kampfgeist nach dem 0:2-Rückstand macht Hoffnung für die Regionalliga-Saison.

Redaktion
·
16. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Tagen

Bitter, aber nicht hoffnungslos: SGE-Nachwuchs kämpft sich zurück

Der Start der Eintracht Frankfurt U21 in die Regionalliga Südwest läuft alles andere als rund – und trotzdem macht er Lust auf mehr! Nach dem 0:3-Auftaktdebakel bei Hessen Kassel setzte es für die Frankfurter Talente im ersten Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers die nächste Niederlage: 2:3 (2:2). Und doch war da nach dem Abpfiff vor 1208 Zuschauern im Dreieicher Sportpark etwas, das Hoffnung macht.

Katastrophenstart: 0:2 nach 13 Minuten

Wer die ersten 20 Minuten gesehen hat, ahnte schnell: Das kann ein langer Abend werden. Ohne die verletzten Benjamin Kirchhoff und Nico Ochojski sowie den zu den Profis abgestellten Jeremiaha Maluze war die SGE-Defensive nur eingeschränkt besetzt – und das merkte man sofort. Die Stuttgarter Kickers nutzten die Verunsicherung eiskalt aus.

Das erste Gegentor war umstritten: Nur der Linienassistent wollte gesehen haben, dass der Ball nach einem „Schnippler“ von Yannick Glessing die Linie überschritten hatte. Trainer Patrick Glöckner machte danach keinen Hehl daraus: „Die Videobilder legen nahe, dass er nicht drin war.“ Beim zweiten Treffer ließ sich die Eintracht von einem schönen Solo von Melkamu Frauendorf übertölpeln. 0:2 nach 13 Minuten – der Trainer selbst gab zu: „Ich habe gedacht, oh je, was passiert hier?“

Kumashiro zündet den Turbo – Möhler glänzt im Tor

Doch dann passierte etwas, das diese junge Mannschaft auszeichnet: Sie hat nicht aufgehört, Fußball zu spielen! Nach einem missglückten Abschlag des Stuttgarter Keepers Felix Dornebusch schnappte sich Keito Kumashiro die Unordnung in der Kickers-Abwehr und hämmerte den Ball mit einem Flachschuss ins lange Eck. Plötzlich war alles wieder offen.

Der absolute Schlüsselmoment folgte kurz darauf: Eintracht-Keeper Emil Möhler verhinderte mit einer glänzenden Parade das vermeintliche 1:3 – und im Gegenzug legte Paul Wünsch mit einem fantastischen Solo den Ausgleich auf. Jonas Bauer musste den Ball aus kurzer Distanz nur noch einschieben. Halbzeit: 2:2. „Wir haben nach dem Anschlusstreffer endlich angefangen, Fußball zu spielen“, zog Glöckner sein Fazit zur Anfangsphase und dem folgenden Aufschwung.

40 Grad, Kampf bis zur letzten Sekunde

Die zweite Hälfte war ein echter Abnutzungskampf – bei Temperaturen von rund 40 Grad auf dem Rasen. „Es war bei diesen Temperaturen eine Mentalitätsfrage“, sagte Kickers-Trainer Holger Bachthaler. Den entscheidenden Treffer zum 3:2 erzielte der eingewechselte David Stojak rund 20 Minuten vor dem Ende per Kopf nach einer weiten Flanke, als Möhler einen Tick zu spät kam.

Die Eintracht-Talente kämpften weiter bis in die Nachspielzeit – Niklas Scheller wäre in der Schlussminute fast noch der Ausgleich gelungen, doch ein Stuttgarter Verteidiger kratzte den Ball von der Linie. Am Ende räumte sogar Kickers-Trainer Bachthaler ein: „Wir waren der glückliche Sieger.“ Und das war mehr als ein Trostpflaster.

Lernkurve zeigt nach oben

Zwei Niederlagen, null Punkte – auf dem Papier sieht das mager aus. Aber wer dieses Team gegen die ambitionierten Stuttgarter Kickers gesehen hat, weiß: Da steckt mehr drin. „So dürfen wir am Anfang nicht spielen“, war Glöckner zwar sauer auf den Beginn, aber er ergänzte auch: „Wir hatten immer die Option auf einen Punkt.“ Die Lernphase bei Eintracht Frankfurt U21 hat gerade erst begonnen – und der Sound der Weltstadt dürfte noch öfter im Dreieicher Sportpark zu hören sein!

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