
Eintracht Frankfurt will unabhängiger von England-Millionen werden: Axel Hellmann erklärt die neue Transferstrategie nach dem Krösche-Aus und setzt auf eigene…
Bei der Eintracht tut sich was! Nachdem Sportvorstand Markus Krösche freigestellt wurde – wir haben in einem früheren Beitrag ausführlich berichtet – meldet sich jetzt Vorstandschef Axel Hellmann zu Wort. Bei der Mitgliederversammlung hat er den 1.341 Mitgliedern erklärt, wie die Eintracht ihre Transferpolitik künftig ausrichten will. Klar ist: Das alte Modell stößt an seine Grenzen.
Laut absolutfussball.com erklärte Hellmann, dass die Eintracht jahrelang bewusst auf die Entwicklung von Spielern gesetzt hat, um über internationale Märkte wie die Premier League wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Diese Strategie hat in diesem Transfersommer aber nicht mehr so funktioniert wie gewohnt. Der erhoffte Millionenregen aus England blieb aus – anders als noch vor eineinhalb Jahren, als Ex-Sportvorstand Krösche für Omar Marmoush und Hugo Ekitike knapp 180 Millionen Euro von Manchester City und Liverpool eingesammelt hatte.
Nach Angaben von absolutfussball.com beobachtet Hellmann, dass englische Klubs ihre Transfererlöse zunehmend im eigenen Land behalten wollen, weil sich Investitionen im Fußball für viele Eigentümer als weniger rentabel erweisen als gedacht. Auch die Causa Manchester City sieht Hellmann als möglichen Bremsklotz für den gesamten Transfermarkt.
Ganz ohne große Deals ging der vergangene Sommer dennoch nicht über die Bühne: Der FC Bayern zahlte für Nathaniel Brown insgesamt 55 Millionen Euro, Coventry City überwies für Aurele Amenda 20 Millionen Euro. Solche Ausnahmeverkäufe will sich die Eintracht künftig aber nicht mehr als Dauerlösung leisten, wie Hellmann deutlich machte: „Wir müssen unsere Abhängigkeit von Transfererlösen systematisch reduzieren.“
Die Konsequenz aus der neuen Lage: Die Eintracht will stärker auf die eigene Jugendarbeit setzen. Spieler wie Elias Baum, Jeremiaha Maluze und Niko Ilicevic gelten als Beispiele für diesen Weg. Auch Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib, beide in der Region geboren, führte Hellmann als Beleg dafür an, dass der eigene Nachwuchs liefern kann – beide standen zuletzt im Sturm der Nationalmannschaft.
Die Kritik an der aktuellen Kaderstärke konnte Hellmann laut absolutfussball.com nicht nachvollziehen: Die Eintracht habe aktuell 14 Nationalspieler im Kader, darunter mehrere aktuelle und zukünftige deutsche Nationalspieler. Dennoch räumte er ein: „Wir werden uns europäisches Spitzenniveau nicht bis zum 18. Kaderplatz leisten können.“
Nach der Freistellung von Krösche hat aktuell Hellmann die sportlichen Geschäfte übernommen. Ein Nachfolger steht bislang nicht fest. Laut Hellmann will sich die Eintracht bei künftigen Personalentscheidungen noch stärker auf die Rhein-Main-Region konzentrieren – die Region biete seiner Einschätzung nach ein „wahnsinniges Kraftfeld“. Klar ist: Die Eintracht bleibt ihrem Grundprinzip treu, auf junge Spieler zu setzen – doch wie die neue Strategie konkret aussehen wird, entscheidet sich wohl erst mit der Nachfolge von Krösche.






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