Studio-Hotline 069–669 669 0

E-Auto in Frankfurt: Ladesäulen wachsen – aber nicht überall!

In Frankfurt gibt es über 2200 öffentliche Ladepunkte – doch Stadtteile wie Seckbach fehlen noch. Was das für E-Auto-Fahrer bedeutet, erfährst du hier.

Redaktion
·
15. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 26 Minuten

Frankfurt lädt auf – doch nicht alle Stadtteile profitieren gleich

E-Autos sind in Frankfurt längst kein Randphänomen mehr. Laut Ordnungsamt waren Ende Juli 2026 insgesamt 26.954 Elektroautos in Frankfurt angemeldet – das entspricht rund acht Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge in der Stadt. Die Nachfrage steigt, und damit auch der Blick auf eine entscheidende Frage: Wie gut ist Frankfurt eigentlich mit Ladeinfrastruktur aufgestellt?

Stand Juli 2026 sind laut Mobilitätsdezernat bei der Bundesnetzagentur gut 2200 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Frankfurt gelistet – auf privaten Flächen wie Parkhäusern und Supermärkten sowie im öffentlichen Straßenraum. 266 davon sind DC-Schnellladepunkte. Die Infrastruktur wächst, das ist Fakt. Aber sie wächst nicht gleichmäßig – und genau das ist das Problem.

Innenstadt top, Stadtteile flop

Wer in der Frankfurter Innenstadt oder rund um die Messe wohnt, hat es leicht. Wer aber in Seckbach oder Eschersheim zuhause ist, schaut derzeit oft in die Röhre. Die Ladestationen ballen sich in den zentralen Lagen, während viele Stadtteile noch deutlich unterversorgt sind. Das ist nicht nur unbequem – es ist ein echtes Problem für alle, die weder eine Wallbox zuhause noch die Möglichkeit haben, beim Arbeitgeber zu laden.

„Ohne eigene Station oder die Möglichkeit, beim Arbeitgeber zu laden, müssen Sie auf das zurückgreifen, was der Stadtteil bietet“, sagt Oliver Reidegeld, Pressesprecher von ADAC Hessen/Thüringen. „Eine günstige Station im Westend bringt jemandem, der in Bonames wohnt, nichts.“ Klare Ansage – und die trifft den Kern des Problems.

Was die Stadt plant

Die Stadt hat 200 Standorte identifiziert, an denen aktuell weitere öffentlich zugängliche Ladesäulen entstehen sollen. Bis 2035 seien laut Magistrat im öffentlichen Raum bis zu 2500 weitere Ladepunkte erforderlich. Eine Pilotphase hat außerdem ergeben, dass die vorhandenen Ladesäulen in Frankfurt bis zu 1,5 Mal stärker ausgelastet sind als in anderen Städten – auch wegen der vielen Pendler.

Die Stadt selbst betreibt dabei keine eigene Ladeinfrastruktur auf öffentlichen Flächen, sondern vergibt das an Anbieter. Dabei werden attraktive, innenstadtnahe Standorte mit Standorten in den Stadtteilen gebündelt – damit auch die Randlagen künftig besser versorgt werden. Die Prognose: Rund 85 Prozent der künftigen Ladeinfrastruktur soll auf privaten, 15 Prozent auf öffentlichen Flächen entstehen.

Lohnt sich E-Mobilität in Frankfurt überhaupt?

„Es kommt darauf an“, sagt Reidegeld vom ADAC Hessen/Thüringen. Nach rein finanziellen Gesichtspunkten lohne sich ein E-Auto für die meisten Fahrprofile – auch unter Einbeziehung von Wertverlust, Wartungskosten und Versicherung. Je mehr Kilometer man fährt, desto größer der Kostenvorteil. Aber: Komfort spielt eine große Rolle. Wer jeden Abend eine halbe Stunde zur nächsten Ladesäule muss, verliert Zeit und Nerven.

Beim Preis fürs öffentliche Laden liegt Frankfurt mit 60 bis 64 Cent pro Kilowattstunde an AC-Ladesäulen im eher teuren Bereich im Städtevergleich. Wer zuhause lädt, zahlt mit rund 35 Cent pro Kilowattstunde deutlich weniger – allerdings müssen sich die Kosten für Wallbox und Installation, die schnell bei 2000 Euro liegen können, erst einmal rechnen.

Das Fahrprofil entscheidet also viel: Wer nur gelegentlich zum Baumarkt oder Supermarkt fährt, kann auf dem Parkplatz laden. Wer täglich pendelt, braucht eine zuverlässige Lösung in der Nähe des Zuhauses. Genau hier hapert es in einigen Frankfurter Stadtteilen noch gewaltig.

Fazit: Frankfurt ist auf dem Weg – aber noch nicht am Ziel

Der Sound der Weltstadt bedeutet auch, dass Mobilität für alle funktioniert – egal in welchem Stadtteil. Frankfurt tut sich schwer, die Ladeinfrastruktur flächendeckend und fair zu verteilen. Die Pläne der Stadt sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch bis Seckbach und Eschersheim genauso gut versorgt sind wie die Innenstadt, ist noch einiges zu tun. Bleibt dran – wir halten euch auf dem Laufenden!

Quellen


Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Radio Frankfurt

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.