
Sprinter Adrian Fliedner musste bei der U18-DM nach 75 Metern verletzt aufgeben. Alle Infos zum Wetterauer Nachwuchs bei den Deutschen…
Was für ein bitterer Moment! Der Altenstädter Sprinter Adrian Fliedner vom VfL Altenstadt hatte sich alles so schön vorgestellt: erst der Endlauf bei den Deutschen U18-Meisterschaften in der Leichtathletik, dann das Ticket für die Europameisterschaft im italienischen Rieti – und dann das. Nach gerade mal 75 Metern im 100-Meter-Finale greift er sich an den Oberschenkel und hockt auf der Bahn. Der Traum vom Nationaltrikot ist vorerst geplatzt.
Dabei hatte der junge Sprinter in dieser Saison richtig Gas gegeben! Mit Topzeiten von 10,59 Sekunden über 100 Meter und 21,30 Sekunden über 200 Meter zählte Fliedner ganz klar zu den Favoriten. Er hatte sich stark für den Endlauf qualifiziert – und dann macht der Körper einfach nicht mehr mit. Verletzungen gehören leider zum Sport, aber das macht es für den Athleten nicht weniger schmerzhaft.
Doch nicht nur Schmerz und Enttäuschung prägten die Deutschen U18-Meisterschaften für die Region. Der Wetterauer Nachwuchs schlug sich insgesamt beachtlich und zeigte, dass in der Gegend rund ums Main-Gebiet echte Talente heranwachsen.
Ein echkes Highlight lieferte Yvonne Vogel vom TV Rendel: Die junge Hürdensprinterin beendete das B-Finale über 400 Meter Hürden in starken 62,67 Sekunden und sicherte sich damit den zweiten Platz. Eine Leistung, die sich absolut sehen lassen kann – und die Lust auf mehr macht!
Die Deutsche U18-Meisterschaft war dabei weit mehr als nur ein Wettkampf um Medaillen. Es ging gleichzeitig um die begehrten Startplätze für die Europameisterschaft der Altersklasse, die im italienischen Rieti stattfindet – einer Stadt mit rund 45.000 Einwohnern, knapp 90 Kilometer südlich von Rom. Wer dort dabei sein wollte, musste liefern. Für Fliedner bleibt dieser Traum nach seiner Verletzung leider unerfüllt.
Was bleibt nach diesen Titelkämpfen? Vor allem die Erkenntnis: Der Nachwuchs aus dem Wetteraukreis hat jede Menge drauf! Yvonne Vogels starkes Rennen über die Hürden, die soliden Auftritte weiterer Athletinnen und Athleten aus der Region – das alles macht Mut für die Zukunft.
Für Adrian Fliedner heißt es jetzt erst mal: auskurieren, erholen und dann wieder angreifen. Mit seinen Bestzeiten von 10,59 Sekunden und 21,30 Sekunden ist klar, dass er das Zeug hat, auf höchstem Niveau mitzuspielen. Die nächste Chance kommt bestimmt – und wir bei Radio Frankfurt drücken ihm dabei fest die Daumen!
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