
Eintracht Frankfurt setzt im neuen 4-2-2-2 auf Can Uzun und Ritsu Doan als kreatives Duo – und Neuzugang Onyedika soll das Mittelfeld stabilisieren.
Die Eintracht ist mitten in der Vorbereitung und Trainer Adi Hütter hat klare Vorstellungen, wie seine Mannschaft künftig spielen soll. Während wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, dass Eintracht Frankfurt Raphael Onyedika aus Brügge verpflichtet hat, geht die Kaderplanung der SGE weiter auf Hochtouren. Jetzt wird klarer, welche Rolle der neue Mittelfeldspieler spielen soll – und wer ihn dabei begleitet.
Hütter hat sich auf ein 4-2-2-2 festgelegt. Das ist eine klare Abkehr vom 4-3-3 der Vorsaison. Im zentralen Mittelfeld sollen Neuzugang Raphael Onyedika und Dauerbrenner Hugo Larsson das Gerüst bilden. Onyedika, 25 Jahre alt und nigerianischer Nationalspieler mit bereits 26 Länderspielen, wurde für rund neun Millionen Euro bis 2031 verpflichtet. Er gilt als strategisch stark und körperlich robust – genau das, was Hütter für seine Doppel-Sechs braucht.
Noch interessanter wird es auf den offensiven Halbpositionen. Dort setzt Hütter auf Can Uzun und Ritsu Doan. „Er macht es sehr gut auf dieser Position“, sagt Hütter über Doan, den er nach einem insgesamt enttäuschenden Premierenjahr neu aufbaut. Das Ziel: ähnliche Kreativität und Spielwitz entfachen, wie Daichi Kamada und Amin Younes es zu Hütters erster Amtszeit getan haben. Ein echter Nostalgiemoment für Eintracht-Fans!
Im Sturm ist Jonathan Burkardt gesetzt. Der 26-Jährige gilt als Prototyp für Hütters Spielstil – zuverlässiger Torjäger und gleichzeitig ein Malocher. Hütter schwört auf die Doppelspitze: „Es ist immer gut, mit zwei Spitzen zu spielen. Das ist für die gegnerische Abwehr schwieriger.“ Derzeit hat sich Ansgar Knauff als zweite Spitze durchgesetzt und Younes Ebnoutalib vorerst verdrängt. Der 22-jährige gebürtige Frankfurter Ebnoutalib hat bisher nicht vollständig überzeugt. Und auch ein weiterer Angreifer ist im Gespräch – die Suche läuft.
Richtig viel Arbeit hat die Eintracht noch in der Defensive vor sich. Kapitän Robin Koch ist die einzige felsenfeste Konstante in der Innenverteidigung. Nnamdi Collins gilt als Wackelkandidat, Neuzugang Otavio aus Brasilien (20 Jahre, 22 Ligaspiele für Estrela Amadora) braucht noch Zeit. „Wir werden schon was finden“, sagt Hütter lachend, wenn er nach einem weiteren Verteidiger gefragt wird – er wünscht sich jemanden, der „robust, groß, schnell“ ist.
Zuvor hatte die Eintracht Interesse an Nobel Mendy gezeigt, doch der 21-jährige Innenverteidiger steht kurz vor einem Wechsel zu Hull City – dem Testspielgegner am Samstag in Dreieich. Die Ablöseforderung: rund 25 Millionen Euro. „Wenn für einen Innenverteidiger so eine Ablöse aufgerufen wird, dann können und wollen wir nicht mithalten“, stellt Hütter klar. Auf den Außenbahnen sorgt Elias Baum für Hoffnung, muss sein Bundesliga-Niveau aber erst noch beweisen. Keita Kosugi auf links zeigte zwar Biss, bleibt aber ebenfalls eine Frage.
Auch zwischen den Pfosten ist noch nicht alles entschieden. Hütter rotiert aktuell zwischen Kaua Santos und Michael Zetterer. Sportvorstand Markus Krösche betont sein Vertrauen in Santos – „zu 100 Prozent“ – doch völlig ausgeschlossen scheint eine weitere Veränderung auch hier nicht.
Eintracht Frankfurt befindet sich mitten in einem spannenden Umbruch. Das neue 4-2-2-2 mit Onyedika im Maschinenraum, Doan und Uzun als kreative Halbspieler und Burkardt vorne dran klingt vielversprechend. Ob das Puzzle bis zum Saisonstart zusammenpasst? Jetzt reinhören und mitfiebern – der Sound der Weltstadt begleitet euch durch die komplette Eintracht-Saison!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.