
Jerome Czaronek feierte sein Comeback im Tor des FC Germania Ober-Roden – nach neun Monaten Verletzungspause.
Lange hat es gedauert, aber jetzt ist es endlich so weit: Jerome Czaronek, Torhüter des FC Germania Ober-Roden, feierte am Sonntag sein Pflichtspiel-Comeback – nach sage und schreibe neun Monaten Verletzungspause. In der Verbandsligapartie beim VfR Groß-Gerau stand der 31-Jährige erstmals wieder zwischen den Pfosten, und die Germania holte dank eines späten 1:1-Ausgleichs immerhin einen Punkt.
Der Weg zurück auf den Platz war für Czaronek alles andere als einfach. Sein bis zum Sonntag letztes Verbandsligaspiel hatte er am 2. November beim 2:2 gegen Rot-Weiss Frankfurt bestritten – damals zog er sich einen Innenbandanriss im Knie zu. Im März stieg er wieder ins Training ein, doch schon in der dritten Einheit folgte der nächste Rückschlag: Er knickte mit dem Fuß auf einer Hürde um, zwei Außenbänder rissen. Die Saison war gelaufen.
Besonders schmerzhaft: Czaronek musste das Hessenpokal-Viertelfinale gegen Hessen Kassel und das Halbfinale gegen Wehen Wiesbaden verletzt von der Seitenlinie aus verfolgen. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es hätte mir beim Zuschauen nicht ein bisschen wehgetan. Bevor ich mich verletzt habe, war ich richtig gut in Form“, sagt er rückblickend. Seinen Anteil an der erfolgreichen Pokalsaison hatte er trotzdem: Im Achtelfinale gegen den FC Gießen und in der ersten Runde gegen Hummetroth war er jeweils der Matchwinner im Elfmeterschießen.
Dass Czaronek am Sonntag überhaupt zum Einsatz kam, hatte auch einen besonderen Grund: Stammtorhüter Jannik Treber war am Samstag Vater geworden und fehlte deshalb – herzlichen Glückwunsch an die kleine Familie! Treber wird ins Tor zurückkehren, sobald er wieder verfügbar ist. Ob das schon beim Heimspiel gegen Bad Homburg am Mittwoch der Fall ist oder erst beim Spiel in Hanau am Samstag, war zu Beginn der Woche noch offen.
Trainer Fabian Bäcker macht aus seiner Zufriedenheit keinen Hehl: „Es ist jedenfalls gut zu wissen, dass wir drei Topkeeper haben, die man alle bringen kann. Derzeit haben wir drei Wettbewerbe, daher wird jeder Spielzeit bekommen.“ Neben Czaronek und Treber gehört auch Marius Heinlein zum Torhüter-Trio der Germania.
Czaronek selbst ist nach seinem Comeback optimistisch. Beim Spiel in Groß-Gerau musste er nicht allzu viel eingreifen: „Ich musste zwei-, dreimal was halten. Ich war ganz zufrieden, schließlich war es schon eine lange Zeit seit meinem letzten Ligaspiel.“ Der gebürtige Fußballer, der einst bei der Spvgg. Weiskirchen begann und über die TGS Jügesheim, die Sportfreunde Seligenstadt sowie die SKG Rodgau seinen Weg fand, wechselte 2023 nach Ober-Roden. Seitdem bringt er es auf 54 Verbandsligaspiele für die Germania.
Für die Germania geht es jetzt Schlag auf Schlag: Die Englische Woche bringt am Mittwoch das erste Heimspiel der Saison – zu Gast ist die DJK/Sportfreunde Bad Homburg. Die starteten zwar stark mit einem 4:1-Sieg beim SC Dortelweil, verloren dann aber überraschend mit 1:3 gegen Kickers Offenbach II. Czaronek bleibt trotzdem fokussiert: „Die gehören natürlich zum Favoritenkreis und sind individuell sehr gut besetzt. Wir konzentrieren uns aber vor allem auf uns selbst. Wenn wir unser Spiel auf den Platz bekommen, muss man uns erstmal schlagen.“
Klare Ansage! Die Germania ist heiß – und mit einem fitter werdenden Jerome Czaronek im Rücken kann der Saison mit viel Optimismus entgegengeblickt werden. Wir drücken die Daumen! ⚽






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