
Frankfurt fördert ab November mobile Cannabis-Checks in Clubs und bei Festivals. Der Verein BASIS testet Wirkstoffgehalt und berät zu sicherem Konsum.
Frankfurt geht einen neuen Weg beim Thema Cannabis und Feiern! Ab November sollen in wechselnden Clubs, bei Festivals und auf Partys mobile Cannabis-Tests angeboten werden. Die Stadt Frankfurt hat das am Freitag bekannt gegeben – und das Ganze hat einen klaren Hintergrund: Wer Cannabis konsumiert, soll wissen, was wirklich drin steckt.
Der Verein BASIS – Beratung, Arbeit, Jugend und Kultur – übernimmt den Job. Mit einem mobilen Testgerät zieht BASIS voraussichtlich ab November durch die Clublandschaft unserer Stadt. Und weil die Frankfurter Clubszene überschaubar ist, könnte theoretisch sogar an einem Abend jeder Club besucht werden, so die Stadt.
Getestet wird mit einem Infrarot-Spektroskop – und das Ergebnis steht laut Stadt innerhalb weniger Sekunden fest. Angezeigt wird, welche Wirkstoffe im Cannabis stecken. Das ist wichtig, denn der Gehalt des psychoaktiven Wirkstoffs THC schwankt je nach Sorte und Anbau teilweise stark. Wie tag24.de berichtet, kann der für den Rausch verantwortliche THC-Gehalt je nach Sorte deutlich variieren. Wissenschaftliche Auswertungen zeigen laut Stadt: Stark steigende THC-Konzentrationen gehen mit einem höheren Risiko für Abhängigkeit und psychische Belastungen einher.
Wichtig zu wissen: Diese Cannabis-Checks sind kein klassisches Drug-Checking. Der Unterschied liegt auf der Hand – Cannabis ist seit der Legalisierung keine illegale Substanz mehr. Drug-Checking für andere Substanzen war in Hessen bislang gar nicht erlaubt, weil schlicht die rechtliche Grundlage fehlte. Laut einem Entwurf einer neuen Rechtsverordnung soll das künftig immerhin in bestehenden Drogenkonsumräumen für Schwerstabhängige möglich werden.
Die Testungen werden von Beratungsgesprächen durch BASIS begleitet. „Das ist praktizierter Gesundheits- und Verbraucherschutz“, sagt Sozialdezernentin Elke Voitl von den Grünen. Nur wer wisse, was in seinem Cannabis enthalten sei, könne verantwortungsvoll und sicher konsumieren. Der Stadt war bei der Förderung wichtig, nicht nur das Testen selbst zu unterstützen, sondern auch die Beratung dazu – schließlich soll so auch ins Gespräch über eine mögliche Abhängigkeit gekommen werden.
Die Stadt Frankfurt fördert das Gesamtpaket aus mobilem Testing und einem stationären Cannabis-Testing für ein Jahr mit 50.000 Euro. Welche Clubs konkret mitmachen, wird nach Angaben der Stadt gerade noch erarbeitet.
Ganz neu ist der Cannabis-Check bei BASIS übrigens nicht. Bereits seit Oktober 2025 können Konsumenten ihr Cannabis in den Räumlichkeiten des Vereins in der Wiesenau 27-29 testen lassen – wie tag24.de berichtet, ist das sogar anonym möglich. Das stationäre Angebot gilt immer mittwochs zwischen 15 und 20 Uhr. Das mobile Angebot in den Clubs kommt jetzt als Ergänzung dazu, direkt dort, wo gefeiert wird.
Für Frankfurt ist das ein weiterer Baustein in Sachen Drogenprävention – nah an den Menschen, nah am echten Nachtleben unserer Stadt. Der Sound der Weltstadt bleibt dabei natürlich erhalten, nur eben mit einem bisschen mehr Durchblick für alle, die feiern gehen.






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