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Bodycams in Frankfurts Bussen und Bahnen: VGF rüstet ihren Ordnungsdienst auf

Die VGF setzt seit September Bodycams im Frankfurter Ordnungsdienst ein. Wie das dreistufige System funktioniert und was es für Fahrgäste bedeutet, erfährst…

Redaktion
·
2. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 8 Minuten

Mehr Sicherheit für Frankfurts ÖPNV

Seit dem 1. September setzt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) in ihrem Ordnungsdienst (OD) probeweise Bodycams ein – und das ist eine echte Ansage! Der Grund: Aggression gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsdienstes nimmt zu. Nicht nur Beleidigungen und Beschimpfungen gehören leider zum Alltag, sondern auch Bedrohungen und körperliche Übergriffe – teils sogar mit Waffen und gefährlichen Gegenständen. Das muss sich ändern!

Drei Stufen, eine Wirkung

Die Bodycams sind dabei mehr als nur Kameras – sie sind Präventions-, Deeskalations- und Beweismittel in einem. Ihr Einsatz ist klar dreistufig aufgebaut:

  • Stufe 1 – Prävention: Schon das bloße Sehen der Kamera an der Dienstkleidung kann dazu führen, dass Fahrgäste respektvoller mit dem OD-Personal umgehen – ganz ohne dass die Kamera überhaupt eingeschaltet ist.
  • Stufe 2 – Deeskalation: Wird die Kamera aktiviert, zeigt das Display das eigene Spiegelbild. Wer sich selbst in einer aufgeheizten Situation sieht, kann sein Verhalten wahrnehmen und korrigieren. Studien, darunter ein Bericht der Polizei Nordrhein-Westfalen aus 2019, belegen eine deeskalierende Wirkung der Spiegelfunktion in bis zu 70 Prozent der Fälle.
  • Stufe 3 – Beweissicherung: Bei anhaltender Aggression startet die Speicheraufnahme. Die gespeicherten Videos können zur Klärung des Sachverhalts und in möglichen Rechtsverfahren eingesetzt werden. Eine Voraufzeichnung, die sich alle 60 Sekunden überschreibt, läuft dabei schon ab Stufe 2 mit – so wird auch die Entstehung einer Situation dokumentiert.

Frankfurt sagt: Ja zu Sicherheit im ÖPNV!

Und die Fahrgäste in Frankfurt? Die sind mehrheitlich dafür! Eine repräsentative Befragung von 2.213 Kundinnen und Kunden im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zeigt: 77 Prozent sprechen sich für Videoüberwachung im ÖPNV aus, 74 Prozent befürworten regelmäßige Ticketkontrollen. Das Sicherheitsgefühl im Nahverkehr ist den Frankfurterinnen und Frankfurtern also wichtig – und genau da setzt die VGF jetzt an.

Kerstin Jerchel, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der VGF, bringt es auf den Punkt: „Unser Ziel ist es, mit Präsenz und gegebenenfalls Einsatz der Bodycams Konfliktsituationen zu deeskalieren. Das ist im Interesse aller Beteiligten.“ Und weiter: „Die VGF möchte mit dem Einsatz der Bodycams also auch eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihres OD schützen.“

Pilotphase mit 18 Kameras und geschultem Personal

In der Pilotphase sind insgesamt 18 Kameras im Einsatz. Rund 30 Mitglieder des Ordnungsdienstes werden umfassend geschult – von den Grundlagen des Projekts über Datenschutz und Recht bis hin zur praktischen Handhabung der Geräte. Die Kameras sind in Brusthöhe an der Dienstkleidung befestigt. Wichtig zu wissen: Aufnahmen erfolgen ohne Tonaufzeichnung. Datenschutzfragen hat die VGF für die Pilotphase berücksichtigt.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Mehr Sicherheit für alle – das ist das Ziel dieser Maßnahme. Wer täglich mit Bussen und Bahnen in Frankfurt unterwegs ist, profitiert von einem besser geschützten Ordnungsdienst und einem sichereren Umfeld. Wir von Radio Frankfurt finden: Das ist der Sound einer Weltstadt, die ihre Menschen schützt! Bleibt gespannt, wie sich die Pilotphase entwickelt – wir halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören und informiert bleiben!

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