
New York trifft Sachsenhausen: „27 Bagel
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Ab sofort tragen DB-Servicekräfte am Frankfurter Hauptbahnhof Bodycams. Was sich ändert und warum die Bahn jetzt nachrüstet – alle Infos auf Radio Frankfurt.
Wer heute durch den Frankfurter Hauptbahnhof läuft, trifft möglicherweise auf eine Neuerung: Servicemitarbeitende der Deutschen Bahn tragen ab sofort Bodycams. Frankfurt am Main gehört zu den ersten Standorten, an denen die Kameras im Einsatz sind – und das ist kein Zufall. Der Frankfurter Hauptbahnhof ist einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Deutschlands, und die Sicherheit von Reisenden wie Beschäftigten hat für die DB hohe Priorität.
Übrigens: Wer seinen Weg zum Bahnhof heute Morgen noch nicht geplant hat, sollte einen Blick auf unseren Bericht zum 12-Kilometer-Stau auf der A3 Richtung Frankfurt werfen – Umwege über den ÖPNV könnten sich gerade doppelt lohnen!
Die Deutsche Bahn stattet insgesamt 2.700 Kolleginnen und Kollegen im Bahnhofsservice und in der Stationsbetreuung mit der Möglichkeit aus, eine Bodycam zu tragen. Die Nutzung ist dabei freiwillig – niemand wird zur Kamera gezwungen. Bevor die Geräte aber überhaupt zum Einsatz kommen, durchlaufen die Beschäftigten eine Schulung zu Einsatzbedingungen, Rechtsgrundlagen, Kennzeichnungspflichten und der praktischen Bedienung.
Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG, bezeichnet die Bodycams als weiteren Baustein im Sicherheitskonzept der Bahnhöfe. Und das ist wörtlich gemeint: Denn an 50 Bahnhöfen können Mitarbeitende bereits einen sogenannten Prio-Ruf nutzen – einen stillen Hilferufknopf, mit dem sie unauffällig und schnell Unterstützung durch Sicherheitskräfte anfordern können.
Die Ausweitung der Bodycams kommt nicht von ungefähr. Im ersten Halbjahr kam es laut Deutscher Bahn zu 50 Übergriffen gegen Servicemitarbeitende in Bahnhöfen. Sicherheitskräfte in Zügen oder an Bahnhöfen wurden in diesem Zeitraum sogar rund 300 Mal angegriffen. In Regionalzügen registrierte die DB Regio 989 Angriffe auf Mitarbeitende – darunter 781 Fälle einfacher Körperverletzung, 185 versuchte Körperverletzungen und 22 schwere Körperverletzungen.
Diese erschreckenden Zahlen machen deutlich, warum die Bahn jetzt handelt. Mitarbeitende von DB Sicherheit tragen solche Kameras an Bahnhöfen übrigens bereits seit Jahren – nun zieht der Bahnhofsservice nach.
Die Bodycams sind nicht die einzige Maßnahme, die die DB aktuell umsetzt. Bereits zuvor hatte die Bahn ein Alkoholkonsumverbot an 5.400 Bahnhöfen angekündigt, das schrittweise bis zum 15. Oktober umgesetzt werden soll. Beides ist Teil des „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“, den die Bahn gemeinsam mit Bund, Ländern, Gewerkschaften und der Verkehrsbranche beschlossen hat.
Mehr Sicherheit am Frankfurter Hauptbahnhof ist eine echte gute Nachricht – für Pendlerinnen und Pendler, für Reisende und für alle, die täglich dort arbeiten. Wir bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören – der Sound der Weltstadt läuft rund um die Uhr auf Radio Frankfurt!

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