
Baby Julia Sophie aus Bad Vilbel kam in nur 25 Minuten zur Welt – ungeplant zuhause, mit Hilfe von Rettungssanitätern.
Manchmal läuft das Leben einfach nicht nach Plan – und das ist gar nicht so schlimm! Jasmin und Klaus Keller aus Bad Vilbel hatten alles sorgfältig vorbereitet: Ihre Tochter sollte im Kreißsaal des Frankfurter Bürgerhospitals zur Welt kommen. Doch Baby Julia Sophie hatte da eine ganz andere Vorstellung. Die Geschichte dieser Blitzgeburt ist so herzerwärmend wie aufregend!
Es war ein Montag Anfang Juni, als bei Jasmin Keller (39) am Nachmittag die ersten leichten Wehen einsetzten. Da sich die Geburt ihres ersten Kindes Niklas (3) damals über einen längeren Zeitraum hinzog, blieb die erfahrene Mama zunächst entspannt. Sie aß noch etwas – denn beim ersten Mal hatte sie Hunger, bis Niklas endlich da war. Ein kluger Gedanke, wie sich herausstellte!
Am späten Nachmittag änderte sich die Situation schlagartig: Starke Wehen setzten ein, Jasmin wechselte vom Küchentisch ins Schlafzimmer und legte sich hin. Nur zehn Minuten später platzte die Fruchtblase. Klaus Keller wählte um 17.55 Uhr den Notruf.
Fünf Minuten nach dem Notruf trafen die Rettungssanitäter vom Notarztstandort des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Karben bei Familie Keller an der Berliner Straße ein. Doch für einen Transport in die Klinik war es längst zu spät: Der Kopf des Babys war beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits zu sehen. Das erfahrene Team wurde kurzerhand zu Geburtshelfern und unterstützte Jasmin kompetent bei der Spontangeburt.
Um 18.06 Uhr – gerade einmal 25 Minuten nach dem Notruf – erblickte Julia Sophie das Licht der Welt. Das Mädchen ist 51 Zentimeter groß und bringt 3.200 Gramm auf die Waage. Eine echte Blitzgeburt!
„Das war eine spontane, schnelle und unkomplizierte Hausgeburt. Dank der Unterstützung durch die tollen Rettungshelfer und der etwas später eintreffenden Notfallmedizinerin Eva Marie Seifert verlief alles problemlos“, sagt Mama Jasmin strahlend. Zur Nachsorge fuhr sie anschließend mit Julia Sophie in die Klinik – beide wohlauf. Die Familie ist wieder vereint zu Hause.
Und Bruder Niklas? Der Dreijährige ist mächtig stolz auf seine kleine Schwester und hilft der Mama nach dem Kindergarten sogar beim Windelwechseln. „Wir haben jetzt ein echtes Vilbeler Mädel“, freut sich Jasmin Keller – denn anders als sie selbst und ihr Sohn Niklas wurde Julia Sophie tatsächlich in Bad Vilbel geboren.
Dass Kinder direkt in Bad Vilbel zur Welt kommen, ist übrigens eine Seltenheit. Die meisten Vilbeler Bürgerinnen und Bürger kommen in Krankenhäusern in Frankfurt, Bad Homburg oder der Umgebung auf die Welt. Das Bad Vilbeler Standesamt hat in diesem Jahr bisher 13 Geburten beurkundet – davon drei direkt in Bad Vilbel und zehn Nachbeurkundungen von Geburten im Ausland. Im Jahr zuvor waren es insgesamt sieben Geburten, davon vier Nachbeurkundungen.
Julia Sophie ist also ein ganz besonderes Vilbeler Original – der Sound der Weltstadt beginnt manchmal eben direkt im Schlafzimmer!






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