
S-Bahn Rhein-Main im Dauer-Baustress: Wetterau-Sperrungen ab 5. Oktober, mehr Verspätungen und Ersatzverkehr.
Ein entspannter Pendleralltag sieht anders aus! Wer regelmäßig mit der S-Bahn Rhein-Main unterwegs ist, weiß: Ein wirklich normaler Tag ohne Umleitung, Ersatzverkehr oder Verspätung ist aktuell eher die Ausnahme als die Regel. Baustellen, Personalmangel und technische Probleme sorgen dafür, dass Fahrgäste im Main-Gebiet immer wieder umdisponieren müssen.
Die Deutsche Bahn hat angekündigt, ab dem 5. Oktober umfangreiche Bauarbeiten in der Wetterau zu starten. Laut DB InfraGO werden auf mehreren Streckenabschnitten neue Kabel verlegt, Bahnübergänge modernisiert und Gleise erneuert, um die Infrastruktur fit für die Zukunft zu machen. Konkret betroffen sind die Strecken zwischen Ober-Widdersheim und Glauburg-Stockheim, zwischen Friedberg und Wölfersheim-Södel sowie zwischen Beienheim und Nidda.
Das bedeutet für Fahrgäste: Zwischen dem 5. Oktober und dem 18. Oktober entfallen die Züge der Linie RB 46 zwischen Nidda und Gelnhausen, Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Die RB 47 zwischen Friedberg und Wölfersheim-Södel fällt bis zum 8. November aus, die RB 48 zwischen Friedberg und Nidda sogar bis zum 12. Dezember. Zusätzlich entfallen vom 5. bis 16. Oktober Verbindungen von und nach Frankfurt Hauptbahnhof. Die DB verweist darauf, dass Fahrgastinformationen zu Fahrplanänderungen und Ersatzverkehren rechtzeitig über rmv.de, bahn.de sowie die Apps DB Navigator und RMVgo bereitgestellt werden.
Die Wetterau ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Wie Bahnblogstelle berichtet, kämpft die S-Bahn Rhein-Main schon länger mit einem hohen Bauvolumen. Auch 2026 bleibt die Zahl der Baustellen laut dem zuständigen S-Bahn-Chef hoch – Großbaustellen, Sperrungen und Ersatzverkehr gehören damit vorerst zum festen Bestandteil des Alltags für Pendlerinnen und Pendler in der Region.
Auch an anderer Stelle hakt es: Der Ausbau des Bahnhofs Frankfurt-Griesheim verzögert sich, wie Bahnblogstelle meldet, weil unerwartete Leitungen gefunden wurden und weitere Abstimmungen nötig sind. Rund um Mainz war der S-Bahn-Verkehr der Linien S8 und S9 streckenweise gesperrt, Fahrgäste mussten auf Ersatzbusse umsteigen. Und auch im Norden von Frankfurt fielen laut Bahnblogstelle zeitweise gleich drei S-Bahn-Linien aus, weil neue Weichen und Oberleitungen verlegt wurden.
Die Zahlen bestätigen den Eindruck vieler Fahrgäste: Laut Bahnblogstelle waren 2025 im Rhein-Main-Gebiet mehr S-Bahnen verspätet oder fielen ganz aus als im Jahr zuvor. Der zuständige Verkehrsverbund nennt dafür vor allem Baumaßnahmen und Personalmangel als Hauptursachen. Hinzu kommt Kritik von Verkehrsverbänden an der Fahrgastinformation – bemängelt wird vor allem, dass Reisende bei vorzeitig endenden S-Bahnen oft zu spät über Änderungen informiert werden.
Auch äußere Einflüsse machen der S-Bahn zu schaffen: Ein bundesweiter Verdi-Warnstreik sorgte bereits für Ausfälle bei Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen in mehreren hessischen Städten – zeitgleich kam es laut Bahnblogstelle auch noch zu einem Schienenbruch bei der S-Bahn in Frankfurt.
Immerhin tut sich auch etwas auf der positiven Seite: Wie Bahnblogstelle berichtet, modernisieren RMV und Deutsche Bahn alle 98 Fahrzeuge der Baureihe ET430 – mehr Platz, neue Fahrgastinformationen und Steckdosen sollen bis Sommer 2029 Einzug halten. Bis es soweit ist, heißt es für alle, die regelmäßig durchs Main-Gebiet pendeln: Nerven bewahren, Alternativrouten checken und am besten vorher online informieren. Ein Trost bleibt – das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s trotzdem jederzeit auf die Ohren. Jetzt reinhören!






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