Bahn-Verspätungen in Frankfurt: Zehn der zwölf pünktlichsten Problemzüge fahren über die Main-Metropole. Der ICE 526 ist in über 83 % aller Fahrten zu spät.
Wer regelmäßig mit dem Fernzug unterwegs ist, kennt das Gefühl: Der Zug kommt – aber viel zu spät. Besonders in Frankfurt ist das kein Einzelfall, sondern harte Realität. Neue Daten des Portals delaybahn.com zeigen jetzt schwarz auf weiß, wie massiv das Verspätungsproblem in der Main-Metropole tatsächlich ist. Und die Zahlen sind erschreckend.
Das Portal hat die Verbindungen mit den höchsten Verspätungsquoten ausgewertet – und dabei fällt sofort auf: Von den zwölf Zügen mit den schlechtesten Pünktlichkeitswerten fahren ganze zehn von, nach oder über Frankfurt. Die Rhein-Main-Metropole ist also fast immer irgendwie beteiligt, wenn es um chronische Verspätungen geht.
Als Maßstab gilt dabei die Grenze, die die Bahn selbst einst festgelegt hat: Ein Zug gilt als verspätet, wenn er mindestens sechs Minuten später als geplant am Ziel ankommt. Und bei einigen Verbindungen ist das die Regel, nicht die Ausnahme.
Auch der ECE 199 (Lindau-Reutin → München Hbf) mit 85,6 % und der TGV 9575 (Karlsruhe Hbf → Stuttgart Hbf) mit 83,4 % landen ganz oben – diese beiden Verbindungen betreffen jedoch vorwiegend den Süden Deutschlands ohne direkten Frankfurt-Bezug.
Besonders bitter ist die Bilanz des ICE 526. Der Zug startet in München, passiert unter anderem den Frankfurter Hauptbahnhof sowie den Flughafen Frankfurt und endet schließlich in Dortmund. In über 83 Prozent der Fälle kommt er zu spät – das ist schon bei der Sechs-Minuten-Grenze heftig genug.
Doch es kommt noch schlimmer: Auch wenn man die Messlatte deutlich höher legt und erst ab 20 Minuten Verspätung zählt, führt der ICE 526 die Liste an. Selbst dann sind noch satte 57,8 Prozent aller Züge dieser Verbindung verspätet. Das bedeutet: Mehr als jeder zweite Zug kommt mit über 20 Minuten Verzögerung an. Das ist kein Pech – das ist System.
Das Portal delaybahn.com wertet historische Verspätungsdaten aus und stellt daraus Statistiken für einzelne Zugverbindungen zusammen. Nutzer können damit gezielt nachschauen, wie pünktlich ihre Stammverbindung wirklich ist. Ursprünglich hatte die Bild über die Auswertung berichtet.
Für Frankfurt ist das Ergebnis eindeutig: Wer auf die Bahn angewiesen ist, braucht starke Nerven – und am besten immer etwas Puffer eingeplant. Der Sound der Weltstadt verdient eine bessere Anbindung. Bleibt zu hoffen, dass die Bahn das auch so sieht.






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