
Das Alkoholverbot am Frankfurter Hauptbahnhof zeigt erste Erfolge: weniger Müll und weniger Gewalt.
Seit Mai gilt am Frankfurter Hauptbahnhof ein Alkoholkonsumverbot – und die Deutsche Bahn zieht eine positive Bilanz. Was in Frankfurt bereits als Modellprojekt läuft, soll künftig in ganz Deutschland Einzug halten. Kein Wunder: Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen!
Klare Ansage von der Bahn: „In den Modellprojekten konnte gezeigt werden, dass deutlich weniger Müll anfällt und das Verbot auch dazu beiträgt, Gewaltkriminalität, Konflikte und Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss zu verringern“, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Reisende fühlen sich sicherer – und das ist doch genau das Ziel!
Alkohol spiele bei Konflikt- und Gewaltsituationen häufig eine entscheidende Rolle, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung belegt. Konsumverbote leisten daher laut Bahn einen echten Beitrag zu mehr Sicherheit und einem respektvolleren Miteinander im Bahnhof.
Auch Kristen Kempf, Leiter des Frankfurter Präventionsrats, begrüßt die Maßnahme ausdrücklich: „Wenn jemand sehr stark alkoholisiert ist, ist er oft aggressiv.“ Er verweist dabei besonders auf Männergruppen. Die Deutsche Bahn habe diese Gefahr erkannt und richtig gehandelt.
Kurz zur Klarstellung: Alkohol im Bahnhof dabeihaben ist weiterhin okay – solange er nicht dort getrunken wird. Einzige Ausnahme: In den Gastronomien im Hauptbahnhof darf weiterhin ganz normal konsumiert werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert zunächst einen Platzverweis. Wer erneut erwischt wird, kann sogar ein Hausverbot kassieren. Im schlimmsten Fall wird die Bundespolizei eingebunden und ein Strafantrag gestellt.
Kontrolliert wird das Ganze von Mitarbeitern der DB Sicherheit – aber „mit Augenmaß“, wie die Bahn betont. Hauptsächlich setzen die Teams auf Information und Einsicht, bevor härtere Konsequenzen folgen.
Der Frankfurter Hauptbahnhof war einer der ersten, in dem das Alkoholverbot eingeführt wurde. Aber auch in Köln, Hannover und am Bahnhof Zoo in Berlin gilt bereits ein Konsumverbot. Die guten Ergebnisse aus diesen Modellprojekten sind der Grund, warum die Deutsche Bahn das Konzept jetzt bundesweit ausrollen will.
Parallel zum Alkoholverbot hat die Bahn in den vergangenen Monaten noch weitere Maßnahmen ergriffen: mehr Sicherheitspersonal, technische Aufrüstung und Mitte 2025 die Installation von mehr als 260 neuen Kameras. Außerdem ist die Bundespolizei mit Streifen und einer rund um die Uhr besetzten Inspektion vor Ort. Die Bahn selbst gibt aber zu: Einzelne Maßnahmen lassen sich nicht so einfach voneinander trennen – welche Maßnahme genau wie viel beiträgt, bleibt schwer messbar.
Das Alkoholverbot am Frankfurter Hauptbahnhof ist ein vielversprechender Start – auch wenn konkrete Zahlen zu Platzverweisen oder Hausverboten bisher nicht erhoben werden. Die Bahn-Sprecherin fasst es treffend zusammen: „Das Vorgehen hat sich bisher bewährt.“ Und auch Experten wie Kristen Kempf sehen die Entwicklung positiv. Für ein wirklich belastbares Fazit ist es noch etwas früh – aber die Richtung stimmt. Frankfurt zeigt mal wieder, wie’s geht! Jetzt reinhören und auf dem Laufenden bleiben – Der Sound der Weltstadt begleitet euch durch alle wichtigen News aus dem Main-Gebiet.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.