
Adlerticker: Eintracht Frankfurt vor dem Köln-Spiel unter Druck. Kapitänsfrage, Hütters Kampfansage und alle News zum Bundesliga-Hammerspiel im Überblick.
Der sechste Spieltag der Bundesliga hat es für Eintracht Frankfurt in sich gehabt: Gegen den 1. FC Köln ging es im Deutsche Bank Park nicht nur um drei Punkte, sondern um die Beendigung einer echten Leidenszeit. Seit dem 14. März hatte die Eintracht auf einen Heimsieg gewartet – zuletzt gab es ein 1:0 gegen Heidenheim. Wir haben euch in einem früheren Beitrag schon verraten, wo ihr das Hammerspiel verfolgen konntet. Jetzt gibt’s die News rund ums Spiel – frisch und auf den Punkt!
Frankfurts Cheftrainer Adi Hütter hat vor der Partie klare Ansagen gemacht. Laut Vereinsmitteilung, über die der Wochenblatt-Reporter berichtet, forderte Hütter von seiner Mannschaft vor allem eines: Einsatz pur. „Wir müssen wieder unbequemer und unangenehmer zu bespielen sein. Um jeden Meter kämpfen und laufen, bis man nicht mehr kann“, so der Trainer. Er betonte außerdem, dass sich die Eintracht den Status als heimstarke Mannschaft erst wieder erarbeiten müsse – und das gehe nur auf dem Platz, nicht durch Reden.
Der Grund für diese Ansage: Nach Angaben von echo-online.de stand die Eintracht vor dem Spiel ordentlich unter Druck. Die jüngste 0:6-Packung in Leipzig hatte die Aufbruchstimmung der Hütter-Ära ziemlich ins Wanken gebracht. Drei Tage vor der Mitgliederversammlung des Vereins wäre eine weitere Enttäuschung Gift für die Stimmung gewesen.
Richtig spannend wurde es auch abseits des Spielfelds: Nach der Auswechslung von Kapitän Robin Koch in Leipzig gab es laut echo-online.de reichlich Diskussionsstoff. Koch zeigte über eine Erklärung aus seinem Beraterkreis Einsicht, beim Verein kam das aber offenbar nicht optimal an. Spekuliert wurde im Vorfeld, ob Stürmer Jonny Burkardt die Mannschaft künftig als Spielführer aufs Feld führen könnte. Auch bei der Abwehrformation war im Vorfeld einiges offen – Hütters bevorzugte Viererkette hätte eine Doppelspitze mit den Nationalspielern Burkardt und Ebnoutalib ermöglicht, während in der Verteidigung Namen wie Lilian Brassier, Keita Kosugi, Elias Baum und Nnamdi Collins im Gespräch waren.
Sportlich hatte die Eintracht trotz aller Baustellen eine beeindruckende Zahl vorzuweisen: Nach Vereinsangaben erzielte Frankfurt in den ersten 15 Minuten der Saison bereits fünf Treffer – Bestwert der gesamten Liga! Der 1. FC Köln dagegen blieb in diesem frühen Abschnitt bislang ohne Gegentor, wartete aber insgesamt schon seit 19 Bundesligaspielen auf eine Partie ohne Gegentreffer. Die Kölner reisten nach einem 2:1-Derbysieg gegen Mönchengladbach an, hatten allerdings seit 15 Auswärtsspielen in der Bundesliga nicht mehr gewonnen.
Beim FC fehlten laut Vereinsangaben gleich mehrere Spieler: Timo Hübers, Imad Rondic, Ragnar Ache, Thijs Dallinga, Rav van den Berg und Ellyes Skhiri standen Trainer René Wagner nicht zur Verfügung. Wagner stellte sich trotzdem auf eine aggressive Frankfurter Mannschaft ein und bereitete sein Team auf unterschiedliche Grundordnungen der Eintracht vor.
Zum 99. Mal trafen beide Traditionsclubs in der Bundesliga aufeinander – aus Frankfurter Sicht standen bislang 32 Siege, 31 Unentschieden und 35 Niederlagen zu Buche. Geleitet wurde die Partie von Schiedsrichter Benjamin Brand, unterstützt von seinen Assistenten Thomas Stein und Christian Gittelmann sowie dem vierten Offiziellen Tobias Reichel. Als Videoassistenten waren Pascal Müller und Mike Pickel im Einsatz.
Egal wie das Spiel ausging – klar war schon vorher: Diese Partie hatte Bedeutung über den sechsten Spieltag hinaus. Für Hütter ging es darum, Kompaktheit und Einsatzbereitschaft wieder sichtbar zu machen. Für den Verein ging es darum, vor der Mitgliederversammlung ein Zeichen zu setzen. Wir bleiben für euch dran – Radio Frankfurt, der Sound der Weltstadt, hält euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören!






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