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90,3 Prozent! Frank Simon als Bürgermeister von Mainhausen wiedergewählt

Frank Simon (SPD) wurde mit 90,3 Prozent als Bürgermeister von Mainhausen wiedergewählt. Was das Ergebnis bedeutet und welche Aufgaben ihn ab 2027 erwarten.

Redaktion
·
30. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 7 Stunden

Ein Ergebnis, das spricht: Frank Simon bleibt Chef im Mainhäuser Rathaus

Was für ein Sonntag für Mainhausen! Frank Simon (SPD) wurde am 30. August 2026 mit satten 90,3 Prozent der Stimmen als Bürgermeister der Gemeinde wiedergewählt. Ein Ergebnis, das selbst den Amtsinhaber überraschte: „Überwältigend“, fasste Simon den Abend zusammen. „Das ist schon Wahnsinn. Man hat ja immer eine Vorstellung, aber dass es über 90 Prozent geht, hätte ich nicht gedacht.“ Direkt vor uns – im Main-Gebiet – schreibt die Kommunalpolitik gerade Geschichte.

Der einzige Kandidat – und trotzdem ein starkes Zeichen

Besonders spannend an dieser Wahl: Frank Simon war der einzige Kandidat auf dem Stimmzettel. Keine der im Mainhäuser Parlament vertretenen Parteien hatte einen eigenen Gegenkandidaten aufgestellt, auch unabhängige Bewerber gab es nicht. Damit war es das erste Mal seit der Einführung der Direktwahl von Bürgermeistern im Kreis Offenbach, dass in einer der Kreiskommunen nur ein Kandidat zur Wahl stand.

Umso mehr richteten sich alle Blicke auf die Wahlbeteiligung. Rund 40,1 Prozent der insgesamt 7.553 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab – bei der Bürgermeisterwahl 2020 waren es noch 56,9 Prozent. Simon zeigte sich dennoch zufrieden: „Mehr geht immer, und man würde sich auch über jeden, der mehr geht, freuen. Aber für eine Einzelwahl ist das in Ordnung.“

Von 60 auf 90 Prozent: Eine klare Entwicklung

Seit 2021 ist der 41-Jährige Bürgermeister in Mainhausen. Damals trat er die Nachfolge seiner Parteikollegin Ruth Disser an und setzte sich bei seiner ersten Wahl mit 60 Prozent gegen zwei weitere Kandidaten durch – den parteilosen Thomas Rachor (24,8 Prozent) sowie Gerald Wißler von der UWG (15,2 Prozent). Fünf Jahre später: kein Gegenkandidat mehr, über 90 Prozent Zustimmung. Eine Entwicklung, die zeigt, wie sehr Simon das Vertrauen der Mainhäuserinnen und Mainhäuser gewonnen hat.

Und das parteiübergreifend: Grüne, CDU, AfD und UWG bescheinigten Simon im Vorfeld der Wahl, mit viel Engagement zu arbeiten, sehr bürgernah zu sein und die Fraktionen gut zu informieren. Als SPD-Kandidat legt er zwar einen sozialdemokratischen Stil an den Tag, hat aber stets betont, Bürgermeister für alle sein zu wollen – „und ich glaube, das ist mir auch ganz gut gelungen“, so Simon.

Neue Amtszeit ab Januar 2027 – mit großen Aufgaben

Die neue Amtszeit beginnt im Januar 2027 – und sie bringt einige Herausforderungen mit sich. Eine der größten dürfte die kommunale Finanzlage sein: Als einzige Kommune im Kreis hat Mainhausen noch keinen Haushalt für das laufende Jahr eingebracht. Dazu kommen zwei Großprojekte: das Entwicklungsgebiet „Zellhausen Süd“ sowie der Umzug des TGZ-Geländes an die Käthe-Paulus-Schule inklusive Neubau einer Schulsporthalle.

Simon selbst gibt sich geerdet: „Das Vertrauen habe ich mir erarbeitet und das möchte ich auch weiterhin so zurückgeben.“ Seinen Ansatz für die kommenden Jahre bringt er klar auf den Punkt: „Ich möchte nicht abheben, sondern weiter am Boden bleiben.“ Nah an den Menschen – das ist sein Programm. Und die Mainhäuserinnen und Mainhäuser haben ihm dafür am Sonntag ein mehr als deutliches Signal gegeben.

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