
Eintracht Frankfurt plant ein größeres Stadion mit bis zu 80.000 Plätzen. Axel Hellmann nennt klaren Zeitplan für Neubau oder Erweiterung bis 2037.
Eure Eintracht denkt groß! Auf der Mitgliederversammlung des Bundesligisten hat Vorstandschef Axel Hellmann am Montagabend die Katze aus dem Sack gelassen: Das Stadion im Frankfurter Stadtwald soll wachsen – von aktuell gut 60.000 auf bis zu 80.000 Plätze. Ob Neubau oder Erweiterung der bestehenden Arena der richtige Weg ist, steht aber noch nicht fest. Hellmann selbst bringt es auf den Punkt: „Es ist das entscheidende Zukunftsprojekt in den nächsten zehn Jahren. Die Frage lautet: Neubau oder Erweiterung.“
Der Deutsche Bank Park wurde 2005 eröffnet. Wie absolutfussball.com berichtet, liegt die übliche Lebensdauer eines Stadions bei rund drei Jahrzehnten – das rechnerische Ablaufdatum der Arena wäre also bereits 2035. Hinzu kommt die lange Vorlaufzeit großer Bauprojekte in Deutschland. Hellmann macht deshalb Tempo: „Wenn wir nicht jetzt anfangen, eine Stadionplanung vorzunehmen, werden wir in zehn Jahren kein neues Stadion haben.“ Die sportliche und wirtschaftliche Lage des Klubs dürfe bei dieser Entscheidung keine Rolle spielen – diese Linie machte der Vorstandschef klar deutlich.
Wie viele Plätze am Ende tatsächlich entstehen, lässt Hellmann bewusst offen. Ob 70.000, 75.000 oder 80.000 – das sei vor allem „eine Frage der Technik“. Fest steht für ihn aber: Das Potenzial für eine deutliche Vergrößerung hat der Verein „zweifelsfrei“. Auch mehr Stehplätze als bisher hat Hellmann in Aussicht gestellt.
Der Zeitplan ist durchaus ambitioniert. Noch in diesem Jahr will die Eintracht der Stadt Frankfurt erste Planungen vorlegen. Die breite Öffentlichkeit soll dann im ersten Quartal 2027 informiert werden. Danach, so Hellmann, beginne „die eigentliche Arbeit, denn wir müssen die baulichen, finanziellen und verkehrstechnischen Rahmenbedingungen sicherstellen“. Als Zielmarke für ein fertiges neues Stadion nennt er die Jahre 2035 bis 2037.
Dass Handlungsbedarf besteht, begründet Hellmann auch mit der aktuellen Beliebtheit der Arena. Der Deutsche Bank Park sei aktuell das achterfolgreichste Stadion der Welt, gemessen an Veranstaltungen und Gesamt-Zuschaueraufkommen. Dieser Anspruch solle auch für die Zukunft gelten. Wie absolutfussball.com unter Berufung auf Zahlen der vergangenen Saison berichtet, kamen im Schnitt 55.809 Zuschauer zu den Fußballspielen der Eintracht – eine Auslastung von 93 Prozent. Freie Plätze gab es demnach oft nur noch im Gästebereich. Schon der Ausbau der Südwestkurve ab Ende 2022, bei dem ein Logenring weichen musste, hatte die Kapazität von zuvor 51.500 auf die heutige Größe erhöht.
Fest steht schon jetzt: Die Arena soll auch nach einem Umbau oder Neubau Heimspielstätte der Eintracht bleiben. Wie absolutfussball.com berichtet, wies Hellmann zudem Unterstellungen zurück, der Klub spare beim Kader, um Geld für die Stadionpläne zurückzulegen – das bezeichnete er als „absurd“.
Fest steht: Die Eintracht denkt die nächsten Jahrzehnte groß – im wahrsten Sinne des Wortes. Neubau oder Erweiterung, 70.000 oder 80.000 Plätze – die Antworten sollen in den kommenden Monaten Stück für Stück folgen. Wir von Radio Frankfurt bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden, wie es mit dem Stadion der Zukunft weitergeht. Der Sound der Weltstadt berichtet, sobald es Neuigkeiten gibt – Jetzt reinhören und nichts verpassen!






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